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Branntwein

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Die Kategorie, Branntwein, umfasst in seiner Definition alle Spirituosen, die mittels Destillation hergestellt wurden. Das Wort kommt aus dem Mittelhochdeutschen gebranter win und beschreibt im Grunde die ursprüngliche Basis des hochprozentigen Alkohols.

Geschichte des Branntweins:

Alkohol war bereits in der Antike vor allem unter den Römern, Ägyptern und Griechen beliebt. Letztere hatten sogar bereits erste Kenntnisse über die Destillation. In einer Art Helm gelangte der Dampf über ein dünner Rohr in eine kugelige Ausbuchtung. Allerdings wendete man diese Kenntnis noch nicht zur Herstellung von Branntwein an.

Erst im Jahre 1167 erkannte der Magister namens Salernus das Geheimnis der Destillation von Alkohol. Wein wurde also destilliert und dabei die entflammbaren von den nicht entflammbaren Stoffen getrennt. Der daraus entstandene Branntwein hat von der Qualität her allerdings kaum etwas mit den Branntweinen von heute zu tun und wurden hauptsächlich für medizinische Zwecke eingesetzt. Daher war die Herstellung von Branntwein auch nur Apothekern erlaubt. Mit dem Einzug der Pestepidemie im 14. Jahrhundert in Europa änderte sich dies jedoch bald. Nachdem die Pest mehr als 40 Millionen Todesopfer gefordert hatte, sah man im Aqua Vitae, dem Wasser des Lebens, eine heilende Wirkung. Daraufhin versuchte natürlich jeder, seinen eigenen Branntwein herzustellen und die Apotheker verloren ihr Monopol an die breite Masse. Da Wein allerdings für die zum Großteil arme Bevölkerung nicht immer leicht zu ergattern war, griff man bald auf andere Basis-Rohstoffe wie Bier, Obst, Kartoffeln oder Getreide zurück. Im 15. Jahrhundert verwandelte sich das medizinische Wundermittel in ein allseits beliebtes Genussmittel. Der erste Kornbranntwein entstand 1507 in Nordhausen. 1810 erstand Pistorius ein Destillations-Gerät zur Herstellung von 60-80%-igem Alkohol und Brennereien wurden offiziell freigegeben. Während sich im Norden Europas wie etwa Preußen die Kartoffel- und Kornbrennereien anhäuften, fand man in südlicheren Gebieten mehr Obstbrennereien. Das erste Branntwein-Monopolgesetz wurde schließlich 1918 von Kaiser Wilhelm II. unterschriebebn und trat am 1. Oktober 1919 in Kraft.

Herstellung von Branntwein:

Zunächst benötigt man das Ausgangsmaterial. Entweder Wein für Brandy oder Weinbrand, Zuckerrohr für Rum, Getreide für Whisky oder Kartoffeln für Wodka. Mit reifem Obst gewinnt man auch tadellose Obstbrände, Schnaps oder Geister. Der gewählte Rohstoff wird anschließend in Edelstahltanks mit Reinzuchthefe gegärt, sodass eine Maische mit einem Mindestalkoholgehalt von 7% Vol. entsteht. Die Maische kommt anschließend in den Brennkessel oder die Destillierblasen, wo sie stark erhitzt wird. Erreicht die Maische eine Temperatur von 80ºC, so beginnt sich der Alkohol in Form von Dampf von der Maische zu lösen, steigt auf und wird durch das sogenannte Geistrohr in den Kühler geleitet. Dort kondensiert der Alkoholdampf und tropft in flüssiger Form ab. Um ein Destillat mit einem Alkoholgehalt von bis zu 80% Vol. zu erhalten, muss der Brennmeister mehrere Brennvorgänge hintereinander durchführen. Dabei hat jede Spirituose ihre eigene, spezielle Version des Rezepts. Angefangen von der Maische bis hin zum Destillationsverfahren unterscheidet sich beispielsweise ein Whisky stark von einem Kornbrand.

Branntwein und Weinbrand:

Was ist der Unterschied zwischen Branntwein und Weinbrand? Branntwein ist eine Art Mutter-Kategorie für alle Spirituosen mit einem Alkoholgehalt zwischen 37,5 und 86% Vol., die durch Brennen gewonnen werden. Branntwein kann aus Wein, Getreide, Kartoffeln oder Obst gewonnen werden.

Weinbrand hingegen ist ein Weindestillat, wie der Name bereits verrät. Für dessen Herstellung benötigt man Wein als Ausgangsstoff. Ein Weinbrand wie etwa Cognac oder Brandy hat einen Alkoholgehalt von 36% Vol. und muss unter anderem zu mindestens 50% aus Branntwein stammen. Die restlichen 50% müssen von einem anderen Weindestillat von unter 94,8% Vol. stammen. Darüberhinaus reift Weinbrand in Eichenfässern. Der Begriff ist EU-weit geschützt. Damit sich ein Destillat Weinbrand nennen darf, muss es daher noch weitere Bedingungen als oben genannte erfüllen.

Branntwein richtig genießen:

Je nach Art des Branntweins - Whisky, Rum oder etwa Wodka - empfiehlt sich ein anderes Glas sowie eine andere Trinktemperatur zum perfekten Genuss. Eines haben jedoch alle gemeinsam. Branntweine sind keine Speisebegleiter, sondern echte Protagonisten. Am besten gönnt man sich ein Glas pur oder auf Eis nach einem ausgiebigen Essen als Digestiv oder Aperitiv. Allerdings eignen sich die meisten Spirituosen auch hervorragend für eine buntgefächerte Bandbreite an Cocktails. Meistens fügen auch die Hersteller besonders gut geeignete Empfehlungen zum Genuss auf dem Etikett des Produktes oder auf der Webseite hinzu. So entdecken Sie immer wieder Neues ohne langes Suchen und Probieren. Wohl bekomm’s!
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