Worin unterscheidet sich Tequila von Mezcal?

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Obgleich der Tequila weltweit ein überaus beliebtes Getränk ist, so wissen doch nicht alle von uns, dass es sich dabei nur um eine besondere Form des Mezcal handelt. Der Tequila und der Mezcal unterscheiden sich in ihrer Herkunft, ihrem Herstellungsprozess und, wenn man es genau nimmt, sogar in ihrer Trinkweise.

Der Mezcal ist ein Getränk, bei dessen Herstellung Agave auf traditionelle Art verarbeitet wird, wobei man zwischen dem Klaren (Lagerdauer von weniger als zwei Monate), dem „Reposado“ (Lagerdauer zwischen zwei Monaten und einem Jahr) und dem Añejo (die Lagerdauer beträgt mindestens ein Jahr) differenziert. Im Gegensatz dazu wird der Tequila einzig und allein aus der Blauen Agave und in einem industriellen Verarbeitungsprozess erzeugt. Dabei grenzt man zwischen dem „puro“ (Reinen) und dem „mixto“ (Mischung) ab und die Reifezeit beläuft sich auf 2 Monate bis 7 Jahre.

Nachfolgend ein paar weitere bedeutende Unterschiede zwischen dem Mezcal und dem Tequila:

  • Ursprungsbezeichnung: Während der Mezcal in der Region um die Stadt Oaxaca im Süden Mexikos hergestellt wird (weitere offiziell anerkannte Staaten sind Durango, Guerrero, San Luis Potosí, Zacatecas, Guanajuato, Tamaulipas und Michoacá), so findet die Produktion des Tequila überwiegend in Jalisco, aber auch in Guanajuato, Michoacán, Nayarit und Tamaulipas statt.
  • Agavenart: Zur Erzeugung des Mezcal dürfen 14 verschiedene Agavensorten verwendet und sogar vermischt werden, während der Tequila allein aus der Blauen Agave, welche auch „tequilaza weber“ genannt wird, verarbeitet wird.
  • Zusammensetzung: Während der Mezcal zu 100% aus Agave und ohne Verwendung von chemischen Zusatzstoffen produziert wird, so dürfen dem Tequila bis zu 49% Zucker und andere Erzeugnisse zugesetzt werden.
  • Erzeugung: Der Mezcal wird in einem traditionellen Verfahren hergestellt, wobei man sich dabei die unterirdischen Stahlöfen zunutze macht. Der Tequila hingegen wird industriell unter Verwendung kupfener Destillierkolben erzeugt.
  • Geschmack: Der Mezcal ist stark und aromatisch, während der Tequila eher neutrale Geschmacksnuancen aufweist.
  • Aussehen: Der Mezcal ist auf Anhieb zu erkennen, da am Boden der Flasche ein Wurm ruht, während das beim Tequila nicht der Fall ist.
  • Trinkweise: Während der Tequila in einem Schnapsglas mit ein wenig Salz und Zitrone serviert wird, so wird der Mezcal traditionellerweise aus „Caballitos“ getrunken. Es waren die Jimadores (mexikanische Bauern), die das hornförmige Gefäss statt einem Glas verwendeten und dieses als „Pferdchen“ bezeichneten.
  • Export: Allein im Jahr 2013 importierten das Vereinigte Königreich, Deutschland, Frankreich und Spanien 126,6 Millionen Liter Tequila, während nur 617.000 Liter Mezcal überwiegend nach Chile, in die Vereinigten Staaten, in das Vereinigte Königreich, nach Australien und Frankreich ausgeführt wurden.

Jetzt fällt es Ihnen wahrscheinlich leichter, diese beiden Spirituosen zu unterscheiden und wir laden Sie gerne dazu ein, sie jetzt zu probieren. Prost!

 

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