Was ist veganer Wein?

Wir schreiben das Jahr 2018. Menschen, vor allem die Generation Y oder auch Millennials genannt, achten besonders auf eine umweltbewusste Ernährung. Auch der Veganismus ist schon längst kein Trend mehr für sie, sondern eine Lebenseinstellung. Der vegane Markt boomt derzeit.

Laut einer aktuellen Studie ernähren sich bereits 1,3 Millionen Menschen in Deutschland rein pflanzlich und die Tendenz ist steigend. Immer mehr Top-Winzer erkennen diese Marktnische und spezialisieren sich auf veganen Wein, um sich an das neue Ernährungsverhalten anzupassen.

Wein ist ein pflanzliches Produkt! Aber warum ist Wein nicht vegan?

Uvinum hat die Antwort für Sie!

Tierische Produkte im Wein

Weine sind meistens nicht vegan, weil tierische Produkte wie Kasein, Gelatine oder Eiklar für die Klärung wichtig sind. Diese tierischen Mittel sind unentbehrlich, um Trubstoffe, die sich im Wein befinden, zu reduzieren. Trubstoffe sind kleine Partikel, die vom Fruchtfleisch oder Schale der Weintrauben stammen und einen negativen Einfluss auf den Wein haben. Durch die Verwendung tierischer Produkte sinken diese Stoffe schneller zu Boden und der klare Wein kann abgepumpt werden.

Außerdem werten tierische Produkte den Geschmack des Weines auf. Rebsorten, die bei der Ernte stark belastet werden, setzten Gerbstoffe frei, die dem Rotwein einen bitteren Nachgeschmack verleihen. Fischproteine oder Eiklar neutralisieren die sich im Wein befindenden Gerbstoffe und machen den Wein wieder genießbar.

Aber leider nicht für Personen, die sich vegan ernähren möchten.

Vegane Alternativen bei der Weinherstellung

Bei der Herstellung von veganen Weinen, sind Winzer kreativ geworden, um ein pflanzliches Produkt für die Reinigung des Weines zu finden. Die Lösung ist einfach: Tierische Proteine werden durch pflanzliche ersetzte. Die pflanzlichen Proteine stammen hauptsächlich von Weizen oder Erbsen und befreien den Wein von Trubstoffen.

Eine weitere Lösung für die vegane Weinherstellung ist Mineralerde. Bentonit, zum Beispiel, ist vulkanische Asche, die hilft den Wein zu klären. Aktivkohle wird eingesetzt, um Geschmacksfehler auszubessern.

Die Produktion des Weines dauert durch die aufwendigen veganen Verfahren zwar etwas länger, aber für einen zufriedenen Endkunden nehmen Winzer diese Hürde gerne in Kauf.

Woran erkennt man eigentlich veganen Wein?

Ganz einfach! Es reicht schon ein Blick auf die Flasche. Es gibt ein spezielles Label von der European Vegetarian Union, welche Nahrungsmittel aus ganz Europa vegane Gütesiegel verleiht. Sehen Sie dieses Label, können Sie als Veganer getrost zugreifen.

Auch bei Uvinum haben wir eine Liste von veganen Weinen zusammengestellt, damit Sie Weine auf pflanzlicher Basis genießen können.

 

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