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5 ungewöhnliche Arten der Weinalterung

 TAGS:undefinedIn den vergangenen Jahren hat sich das Thema Wein in ein soziales Phänomen verwandelt, das eine Vielzahl von Aktivitäten bietet: Touristische Routen zu Verkostungen in jedem Format, Messen und große Weinfeste selbst in Innenstädten.

Inzwischen positionieren sich Hersteller immer spezieller auf dem Markt und werten ihr Sortiment durch attraktive Verpackungen auf. Einem Bericht von The Drinks Business nach, wollen sich Hersteller neuerdings auch durch den Ausbau von Wein von der Masse absetzen. Hier finden Sie die fünf exotischsten Arten, Wein reifen zu lassen.

  1. Außerirdischer Wein: Eine britische Idee, die in Chile ins Leben gerufen wurde. Dort altert der Wein mit einem rund 6000 alten Meteoriten aus der Zeit der Entstehung des Sonnensystems. Die Rede ist von einem Cabernet Sauvignon namens Meteorito, welcher Hersteller Ian Hutcheon nach einen lebendigeren Geschmack hat. Der Wein kommt für den Ausbau zusammen mit dem Meteoriten in ein Eichenfass.
  2. Antiker Chic: In der Antike verwendeten die meisten Kulturen Amphoren zur Lagerung von Wein oder Öl. Aber auch trockene Waren wurden darin transportiert – das zeigen zumindest archäologische Funde. Heute greifen Winzer gerne auf Amphoren zurück, um den Weinen einen natürlicheren und auch neutraleren Geschmack zu verleihen – verglichen mit Weinen, die in Eichenfässern gereift sind. So liegt die Betonung insbesondere auf den fruchtigen Aromen des Weins.
  3. Eichenholzflaschen: Dass wir Eichenholz für die Reifung in Fässern nutzen, ist bekannt. Warum jedoch übertragen wir diese Wirkung nicht auch auf junge Weine? Oak Bottle ist eine Idee, die durch eine Kickstarter-Kampagne ins Leben gerufen wurde und verspricht, die gleiche Wirkung wie sechs Monate Reifung im Eichenfass zu erzielen. Man muss nur den gewünschten Wein eingießen und zwei Tage warten. Schon verwandelt sich ein junger Roter in einen eleganten Crianza.
  4. Alter durch Wärme: Traditionell wird die Wärmealterung genutzt, um Weine aus Madeira zu altern – derzeit liegt diese Methode aber für alle Arten von Wein im Trend. Entweder auf traditionelle Art und Weise in warmen Kellern oder in Edelstahlbehältern reifen die Weine so bei kontrollierten Temperaturen zwischen 45° und 50° C heran.
  5. Am Boden der Tiefsee: Vor einiger Zeit wurden 170 Jahre alte Wein- und Champagnerflaschen bei einer U-Boot-Fahrt in einem Schiffswrack gefunden. Die Tropfen befanden sich in einem erstaunlich guten Zustand und haben gleich einen neuen Trend gestartet: Weine aus der Tiefseelagerung. Vielleicht besuchen Sie bereits bei Ihrem nächsten Costa Brava-Urlaub eine Unterwasser-Kellerei im Taucheranzug. 

Wein-Empfehlungen von Uvinum: 

 TAGS:Passión Crusoe Treasure Bajo El Agua 2011Passión Crusoe Treasure Bajo El Agua 2011

Passión Crusoe Treasure Bajo El Agua 2011 ist ein Wein ohne Herkunftsbezeichnung (Spanien)-Rebensaft des Weinguts Bodegas Crusoe Treasure, der auf den Tiefen des Meeres gealtert ist.

 

 TAGS:Feudi Di San Marzano Sessantanni Primitivo Di Manduria 2012Feudi Di San Marzano Sessantanni Primitivo Di Manduria 2012

Feudi Di San Marzano Sessantanni Primitivo Di Manduria 2012 entsteht im Herzen der Region Manduria, wo die Königsklasse der Primitivo-Beere traditionell angebaut wird. 

Orange-Wine: Die vierte Farbe des Weins

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Nach Rot, Weiß und Rosé kommt Orange. Der Name des Orange-Weins hat absolut nichts mit dem Obst zu tun, sondern bezieht sich auf die Farbe selbst. Was meinen Sie? Modernste Innovation oder traditionalle Herstellungsmethode? 

Der Orange-Wein ist eigentlich keine Neuerfindung der Menschheit. In Georgien bildet diese Kelterungsart des sogenannten Quevriweins seit Jahrzehnten das Standbein des regionalen Weingeschäfts. 2015 hält der Wein über den Hype in Slowenien, Italien und Österreich schließlich auch in Deutschland Einzug. Die Meinungen darüber sind zweigeteilt. Beim Orange-Wein ist es wie mit dem Film Matrix: Entweder man hasst oder man liebt ihn. Es gibt kein dazwischen. Was aber hat es mit diesem Wein auf sich?

Streng genommen ist Orange nicht die vierte, sondern wohl die erste Farbe des Weins. Die älteste Form der Weinherstellung reicht bis in die Antike zurück. Zusammengefasst könnte man sagen, es handelt sich dabei um Weißwein, der wie Rotwein hergestellt wird. 

Bei der Maischegärung kommt der Traubensaft mit den Schalen und den Kernen zusammen und bleibt bis zu mehreren Monaten in einem Behälter. Dadurch nimmt der Wein mehr Tannine und Farbstoffe auf. Die Stufe eines Qualitätswein dürfte der Orange-Wein bei derzeitiger Gesetzeslage nicht erreichen, da die sortentypischen Charaktereigenschaften der Rebe bei diesem Prozess vollends verloren gehen. Die Farbpalette zeigt alle Nuancen von dunkelgelb bis orange. Kein Wein gleicht dem anderen. Orange-Wein lässt sich somit nicht zu 100 Prozent erklären. Die Erzeugnisse sind oxidativ, trüb, herb und komplex. Man muss ihn mögen, um ihn zu verstehen. Gleichsam muss man ihn verstehen, um ihn zu mögen. 

Ich habe bereits ein Glas Orange-Wein aus Niederösterreich verkostet und bin fasziniert. Hätte ihn mir zuvor jedoch niemand erklärt, hätte ich diesen Wein eventuell wieder ausgespuckt. Es ist ein noch zu erforschendes Terrain. Interessant? Auf jeden Fall! Und Weinliebhaber im Besonderen sollten dem nicht ganz unansehnlichen Gläschen Orange-Wein eine Chance geben. Wir bei Uvinum freuen uns auf Ihre Meinung zu dem Thema!

Anschließend haben wir wieder einige Weinempfehlungen für Sie. Leider befindet sich in unserem Katalog noch kein Orange-Wein. 

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Minuty Prestige Rosé 2014 ist ein Côtes de Provence-Rebensaft des Weinguts Château Minuty, der aus den Rebsorten Trebbiano und Tibouren des Jahrgangs 2014 gekeltert wurde. 

 

 TAGS:Château Rieussec 2005Château Rieussec 2005

Château Rieussec 2005: Ein Süßwein mit Herkunft Sauternes aus 2005-er Weinbeeren der Sorten Sauvignon Blanc und Sémillon. 
Robert Parker: 96 und Wine Spectator: 95

Go green: die besten Öko-Initiativen in Verbindung mit der Weinherstellung

 TAGS:undefinedEs liegt bereits einige Jahre zurück, dass Önologen damit begonnen haben, Umweltinitiativen zu entwickeln, um die bei der Weinerzeugung entstehenden negativen Auswirkungen auf unseren Lebensraum weitestgehend zu reduzieren. Seither wurden etliche damit im Zusammenhang stehende Vorhaben erfolgreich verwirklicht und wir dürfen auch weiterhin gespannt bleiben. Bis zum heutigen Tage haben folgende Methodiken bereits Anwendung gefunden:

Sonnenenergie:

Die Verwendung von Sonnenkollektoren findet im Weinbau immer mehr Anklang. Erstmals wurden diese im Jahr 2005 von Far Niente in Kalifornien zum Einsatz gebracht. Sein Weingut war das erste, welches das sogenannte Photovoltaik-Verfahren nutzte. De Bortoli hat es ihm nicht viel später mit der größten Solaranlage Australiens gleichgetan, während der Produzent Jackson Family Wines bereits mit dem Bau der weltweit größten, für den Weinbau genutzten Solaranlage beschäftigt ist.

Der Wasser-Fußabdruck:

Der Weinerzeuger Jackson Family Wines hat in Kalifornien eine neuartige Strategie zur Wasseraufbewahrung entwickelt, durch deren Umsetzung jährlich 9 Galonen Wasser eingespart werden können. Down Under de Borboli betreibt in Australien einen grünen Bauernhof, auf welchem das Abwasser aufbereitet und zum anschließenden Bewässern der Getreidefelder verwendet wird. Concha und Toro war weltweit das erste Weingut, das im Jahre 2010 seinen ‚Wasser-Fußabdruck‘ bewerten ließ, wobei sich dieser Winzer besonders dadurch auszeichnet, dass er 97% des verwendeten Wassers aus dem Grundwasser schöpft.

Umweltdesign auf dem Weingut:

Ven Cava, das im Tal von Guadalupe in Mexiko beheimatet ist, schuf eine ‚Bodega‘, deren Dach aus wiederverwerteten Schiffen besteht. Ja, Sie haben richtig gelesen, aus Schiffsteilen! Und es war das Pärchen Alejandro D’Acosta und Claudia Turrent, das diese kuppelförmigen Dächer seinerzeit entworfen und die Wände des Weinkellers mit alten Brillen dekoriert hat, die in einer lokalen Fabrik hergestellt worden waren. Das Gebäude von Antinori in Chianti wurde von dem Architekturbüro Archea Associati gestaltet und zeichnet sich durch die hellen Innenräume aus, welche durch die Lichtluken im Dach geschaffen wurden und für die optimale Nutzung des Tageslichts sorgen. Des Weiteren harmonisiert es ideal mit der Landschaft, in das es eingebettet ist und in welcher sich, soweit das Auge reicht, Weinreben aneinanderreihen.

Drohnen:

Drohnen leisten den Önologen im Hinblick auf die Schädlings- und Krankheitsbekämpfung im Weinbau einen großen Dienst. Der Magnat Bernard Magrez, die Ingenieure von Airbus und Burdeos und die finanzielle Unterstützung der BIVB ermöglichten die zeitbegrenzten Testflüge von führerlosen Flugzeugen oder Dronen, um den Krankheitsbefall von Weinreben frühzeitig zu erkennen. Die Idee, die hinter diesem Projekt stand, war jene, dass der Einsatz von umweltbelastenden Stoffen durch die Früherkennung reduziert hätte werden können. 

Erdwärme:

In Neuseeland, wo 70% der Energie aus erneuerbaren Quellen stammt und es angedacht ist, diesen Prozentsatz bis zum Jahre 2025 auf 90% zu erhöhen, wird 13% des elektrischen Stroms aus Erdwärme erzeugt. Nicht zu vergessen ist zudem das weltweit größte Geothermie-Vorhaben in Kalifornien, wo die auf dem großen Geysir-Feld erzeugte Erdwärme für den Antrieb von Turbinen oder zur Stromgewinnung genutzt wird. Und auch im Weinbau ist die Nutzung von oberflächennaher Geothermie keine Neuheit mehr. Im deutschen Bundesgebiet könnte diese Energieform vor allem am Rheingraben in Baden-Württemberg, in Rheinland-Pfalz, in der norddeutschen Tiefebene oder im südlichen Bayern in Erwägung gezogen werden.

Verpackung:

Im vergangenen Jahr wurde die erste Weinfasche aus Papier – der sogenannte ‚Paperboy‘ – auf den Markt gebracht. Hergestellt aus gepresstem, wiederaufbereitetem und mit natürlicher Tinte bedrucktem Papier, ist dieses einzigartige Gefäß gerade einmal 65 Gramm schwer. Die Neuheit wurde von dem Hersteller Greenbottle, dem Flaschendesignern Stranger & Stranger und dem kalifornischen Produzenten True-Hurst entwickelt. „Den ‚Paperboy‘ kann man an Umweltbewusstsein nicht übertreffen“, sagt Kevin Shaw von Stranger & Stranger. „Sein Taragewicht beläuft sich auf lediglich eine Unze, wobei beim Versand einiges an Energie eingespart werden kann. Er ist steif und fest und es passiert ihm selbst dann nichts, wenn man ihn drei Stunden lang in einen mit Eis gefüllten Behälter stellt.“

Die Rückgewinnung vergessener Rebsorten:

Die Weinkooperative Plaimont fasste den Entschluss, mit einer neuartigen Initiative auf den Klimawandel zu reagieren. Altertümliche Rebsorten, die von Haus aus einen geringen Alkoholgehalt aufweisen und auf sandigen Böden wachsen, sind weniger anfällig für Pilz- oder Krankheitsbefall, wodurch der Pestizideinsatz deutlich verringert werden kann. So werden nun auf nur einem Hektar Land 39 Rebsorten kultiviert, wobei 12 davon der modernen Weinwelt kein Begriff sein dürften.

Transport:

Das Weingut Cono Sur Chile zeigt den Transport betreffend eine grüne Haltung, denn alle Arbeitnehmer des Weingutes bewegen sich dort ausschließlich mit dem Fahrrad fort. Es ist diesem Unternehmen tatsächlich gelungen, 100% seines CO2-Ausstoßes auszugleichen, weswegen es im Jahr 2011 bei der Verleihung des Green Award mit dem Titel ‚Green Company of the Year‘ ausgezeichnet wurde. „Das Fahrrad steht für die Leidenschaft von Cono Sur, für unser Versprechen und unser Umweltbewusstsein“, erklärt der Chef-Önologe Adolfo Hurtado und fügt hinzu: „Fahrradfahren ist mein bevorzugtes Hobby. Ich nutze mein Mountainbike wann immer es mir möglich ist und nehme es sogar mit in den Urlaub.“ Auf dem Gelände von Chimbarongo befindet sich eine riesige Fahrradstatue, die mitten in einen Weinberg eingebettet ist.

Auf gleicher Höhe, auch in dem Gebiet Cono Sur, werden Gänse zum Pflügen der Weinberge erzogen, um den Fahrzeugeinsatz möglichst gering zu halten. In Burdeos war das Weingut Château Pontet-Canet das erste, welches dieses Verfahren mithilfe von Pferden umsetzte. Und auch der ökologiche Winzer Michel Chapoutier hat die Idee übernommen, allerdings im Zusammenarbeit mit Schafen.

Honig:

Weinhersteller mit ‚grünem Geist‘ haben die Biodiversität in ihren Weinbergen zudem durch die Herstellung von Honig erhöht. Das Château Brown in Pessac-Léognan hat nach der Weinlese 2011 seine erste Honigcharge auf den Markt gebracht. Die 65.000 Bienen, die sich von dem Saft der Akazienblüten ernähren und insgesamt 20 Stöcke in den Weinbergen von Burdeos anfliegen, haben die Weinernte möglich gemacht. „Die Bienen trugen maßgeblich zur Bestäubung der Weinreben bei und dank ihrer Anwesenheit wurde der vormalige Pestizideinsatz drastisch zurückgeschraubt“. Jea-Christophe Mau, der Direktor des Weingutes Château Brown stellt die Überlegung an, die Anzahl der Bienenstöcke im kommenden Jahr zu erhöhen, da der Honig nun auch im hauseigenen Ladengeschäft vertrieben werden soll.

Diese grüne Initiative inspirierte auch Emiliana in Chile: Die Angestellten des Weingutes riefen kurzerhand ein Parallelprojekt ins Leben, das die Herstellung von Honig, Olivenöl, Kräutern und Gemüse einschließt und auf ein zusätzliches Einkommen hoffen lässt.

Wir von Uvinum nehmen diesen Artikel nun zum Anlass, um Ihnen heute Wein aus ökologischem Anbau anzubieten, denn auch Sie können dazu beitragen, die negativen Auswirkungen auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten.

 

 TAGS:Bobal Icon 2013Bobal Icon 2013

Biofach-Gold für den Bobal Icon 2013 des spanischen Weinguts Pagos de Familia Vega Tolosa.  

 

 

 TAGS:Formiga de Vellut 2012Formiga de Vellut 2012

Dieser Katalane des Weinguts Domini de la Cartoixa erhielt bei dem diesjährigen „The Great International Organic Wine Award“ auf der Biofach 2015 eine Goldmedaille.

Das Beschneiden der Reben

 TAGS:Auf dem Höhepunkt der Rebschnittzeiten und zur Überwindung der Spannungen des letzten Quartals kommt der Moment der Planung, was die nächste Ernte sein wird und die Entscheidungen über das Gelände: Welchen Weg wird der nächste Jahrgang gehen?

Bis zum Ende des Jahres wird intensiv in den Weinkellern gearbeitet: die Sammlung, die Herstellung, die Gärung, die Umfüllungen, die Verkaufswerbung für Weihnachten (wann sich der Wein am besten im Jahr verkauft), ?.

Auf dem Land scheint es, das die Reben von November bis Februar schlafen, die Bewässerung ist nicht nötig, man nimmt das Wachsen der Pflanzen nicht wahr, nur die nackten Rebstöcke ohne Blätter, wie verlassen, es scheint, dass sie auf den Frühling warten.

Aber es gibt 2 wichtige Momente im Weinberg im Jahr, das sind die Wahl des Moments der Weinlese und das Beschneiden. Warum ist das Beschneiden so wichtig?

Das Beschneiden ist ein Kürzen der vegetativen Masse der Rebstöcke, um das Gleichgewicht zwischen dem Wachstum und der Produktion einer Plantage zu finden. So wird kontrolliert, ob die Plantage Jahr für Jahr eine reguläre Produktion bringt, eine tragbare Qualität und eine Größe, die die landwirtschaftliche Arbeit erleichtert.

In dem Rebstock können wir den Ursprung oder Stamm, die Weinrebe oder den Zweig, woher die Wurzeln stammen und die Knospe oder den Spross, aus der eine neue Weinrebe wächst, erkennen.

Im Unterschied zu anderem Obst produziert der Weinstock Trauben an den Weinreben von diesem Jahr. Ein Aprikosenbaum zum Beispiel produziert Früchte an Zweigen aus dem vorherigen Jahr. Wenn es keine Zweige des vorherigen Jahres gibt, gibt es keine Früchte. Der Weinstock hingegen erzeugt jedes Jahr neue Weinreben ab den Knospen und in diesen Weinstöcken wachsen die Trauben.

Deshalb kann man einen Rebstock von seinen Zweigen befreien, so erholt sich die Vegetation und produziert. Die Rebstöcke können produzieren und das machen sie auch, in jenen Knospen, die nichts weiter tun, als den Austrieb beginnen. Wenn wir also an einem Weinberg nach der Beschneidung vorbeikommen, sehen wir wenig, nur den Rebstock mit den Knospen, die erhalten wurden, sodass die neuen Weinreben wachsen, was die Kontrolle über die Ausweitung der Rebstöcke sehr begünstigt.

So weit so gut, wie viele Zweige muss man an einem Rebstock lassen? Das ist der Punkt der Frage der Beschneidung: Die Last eines Rebstocks. Wir nennen die Zahl der Zweige, die noch an einem Rebstock dran sind, nach der Beschneidung. Jeder dieser Zweige gibt Platz für eine Weinrebe, die eine Anzahl von bestimmten Trauben trägt, die sie mit der Nummer der Trauben in Verbindung bringt, die auf die nächste Weinlese warten. Und das alles sollte im Zusammenhang mit der Kapazität des Weinstocks stehen (die Art der Traube, das Alter des Weinbergs, die Fruchtbarkeit der Erde?.).

Jeder Weinberg hat einen Gleichgewichtspunkt, in der die Anzahl der Zweige die Weinrebe genau produzieren, damit jede Traube von bester Qualität gelingt. Und in diesem Gleichgewicht ist sowohl das Übermaß als auch der Mangel schlecht.

Wenn wir eine zu große Anzahl Zweige übrig lassen, werden mehr Trauben produziert, die die Plantage ernten kann, deswegen ist es ein Risiko: ein schlechter Fruchtansatz, eine ungenügende Reifung, einige schwache Weinreben, die als Ergebnis viele Trauben aber wenig Qualität bringen. Darüber hinaus wird die Anlage unter dem Aufwand leiden und die Produktion der darauf folgenden Jahre ebenso.

Wenn die Last dagegen klein ist (wenn man zu viel geschnitten hat), braucht die Rebe weniger Energie, um die wenigen Zweige zu erhalten, so wird unnützes Holz produziert, um einen dickeren Stamm zu bilden und um viel zu viele Blätter zu produzieren. Wir verschwenden die Kapazität der Rebe und somit verlieren wir Geld. Das ist etwas was nach einer Dürre vor kommt oder wenn es gut ist die Pflanze nach einem schwierigen Jahr ruhen zu lassen, aber es ist unproduktiv und teuer, den die Kosten bleiben dieselben, nur die Produktion ist weniger.

In Krisenjahren scheinen die Weinanbauer eine hohe Last an Zweigen an den Weinreben zu lassen, um die Produktion zu sichern, wenn das Jahr schlecht wird und man Teile der Ernte verliert, dann ersetzen die übrig gebliebenen Trauben das Problem. So sichert man sich wenigstens das Jahr. Aber dieser Vorgang begünstigt nicht, wie wir gesehen haben, weder die Qualität noch die Zukunft der Bodega, denn die produzierten Weine wären von geringer Kategorie und diese Praxis würde sich auf die Produktion der Weinberge in den nachfolgenden Jahren auswirken. Es ist in jedem Fall die Bodega die wissen sollte, welche Art von Produktion sie für das folgende Jahr haben möchten (Menge, Qualität, Preis?).

Die Traubenproduktion für Qualitätsrotweine und auch einige Weißweine, benötigen eine viel reifere Traube, mit mehr Zucker, die einen lebensfähigen Wein machen, der sich eine Zeit lang in der Flasche hält. Diese Traube, ein unvermeidbarer Teil der Beschneidung der Weinstöcke zusammen mit den Zweigen, nur um eine Überproduktion zu vermeiden.

Und es bleibt nur jene Traube, die auf einen Markt gehen muss, wo man nichts mehr fordert außer einen gut hergestellten jungen Wein und das die Traube innerhalb eines Parameters ist, die ihn lebensfähig machen, sofern der Wein ausreichend wettbewerbsfähig ist.

Das Ideale ist die beste Produktion herzustellen. Und das bezieht sich nicht nur auf die Qualität der Traube, sondern das Ziel sollte sein, dass Quantität und Qualität Teil einer korrekten Gleichung sind, in der man die Produktion und die Einnahmen maximiert. Jede Flasche, die nicht als ausgezeichneter Wein auf den Markt kommt, ist ein Geldverlust, so wie jede Flasche die sich nicht verkauft (oder die man zu einem geringeren Preis verkaufen muss) weil die Qualität nicht gut gewesen ist. Es ist ein schwieriges Gleichgewicht und alles entscheidet sich beim Beschneiden.

Die Wahl für eine Beschneidung und ein Anbau, die sich an die Bedürfnisse der Qualität und dem Bild welches der Markt verlangt anpassen, ist daher das Ziel der Beschneidung. Wichtig, oder?

 

Herstellung und Varianten des Jerez Weins

 TAGS:Der Wein Jerez ist kein einzigartiger Wein, sondern seine Bezeichnung umfasst 4 Varianten, die aus einer Basisflüssigkeit auf gleiche Weise hergestellt, entstehen:

Nach Gesetz werden 70% des anfänglichen Drucks verwendet, um Fino und Jerez Liviano oder allgemeine Weine, zu entwickeln. Die nächsten 20% gehen auf die Entwicklung von Gerüchen und andere Weine mit weniger Qualität. Während jegliche flüssige Reste, (die sich dann in ein alkoholisches Getränk wandeln, wie der Kognac) destilliert werden müssen

In der Herstellung dieser Weine ist das wichtigste nach der Ernte der Trauben, das Mahlen, das Pressen, das Ausgären und die Verschneidung (Zuführung von Alkohol aus Wein, um den Alkoholgehalt zu steigern). In dem Fass, in dem der Wein ruht, wächst etwas, das man auch als ?Flor? kennt: ein Pilz, der eine Schicht entwickelt, die dem Wein seine einzigartige Eigenschaft bringt und ihn gleichzeitig vor den schädlichen Auswirkungen von Sauerstoff schützt. Doch im Gegensatz dazu, was mit dem traditionellen Wein passiert, ist hier der Sauerstoff nicht immer eine schlechte Begleiterscheinung, im Gegenteil, manchmal sucht man durch seine Anwesenheitdie Verschlechterung. Es gibt den Fall z. B. beim Jerez ?Amontillado?. Der Alkoholgehalt bestimmt den angereicherten Wein, in diesem Fall die ?Finos? ?Sherrys? und die ?wohlriechenden? mit 15 Volumen und beim ?Palo cortado? 17 Volumen (Der Flor kann sich in dieser Umgebung nicht entwickeln).

Der beste Ausdruck für diese Weine ist die Bezeichnung ?fino? mit goldener Farbe und einem Mandelaroma. Es handelt sich um ein sehr trockenes Getränk mit einem milden Geschmack. Hier vermeidet der Flor während mindestens 3 Jahren des biologischen Alterns die Oxidierung des Flüssigen. Für viele der perfekte Aperitif. Diesen Wein trinkt man bei 8°C und er lässt sich sehr gut mit Fisch und Meeresfrüchten kombinieren, sowie mit den typischen spanischen Tapas.

Der Jerez ?amontillado? erinnert für seinen Teil an Haselnüsse und seine Farbe ist Amber. Auch mit trockenem Geschmack, resultiert dieses Getränk aus einer doppelten Reifung, biologisch und oxidativ, beginnt seineEntwicklung als ein ?Fino? mit Flor, aber mit der Zeit verliert er die Florschicht und der Sauerstoff beginnt, mit den flüssigen Eigenschaften zu wirken. Optimal wird er bei 14° C serviert. Die Experten empfehlen diesen Wein mit Suppen, weißem Fleisch und fetthaltigem Fisch zu sich zu nehmen.

?Oloroso? (Wohlriechend) ist der benutzte Ausdruck, um einen dunkleren Jerez als die vorherigen zu identifizieren, mit Hinweisen von Nussaroma im Mund. Mit einem höheren Alkoholgehalt wie der ?Fino? oder der ?amontillado? ist dieser Wein Jerez das Ergebnis eines verlängerten Kontaktes des Weins mit der Luft innerhalb des Fasses. Man trinkt diesen Wein gewöhnlich zu Wildfleisch wegen seines ausgewählten Geschmacks, zu einer Temperatur um die 14°C.

Zwischen dem ?amontillado? und dem ?Wohlriechenden? findet sich der ?Palo cortado?, den man erhält, wenn die Weinkenner kritische Hinweise während der Gärung des Jerez Fino erkennen, und mit mehr Alkohol auffüllen, um den Flor zu löschen und so einer oxidativen Phase Platz zumachen, die die speziellen Eigenschaften, die man im Fass findet, erhöht. Diesen Wein trinkt man bei 13°C und er ist ideal um ihn auch ohne Essen oder vielleicht nur zu trockenen Früchten zu trinken.

In der Region Sanlúcar de Barrameda, sind die Sommer heißer als in Puerto de Santa Maria oder Jerez de la Frontera, denn die Nähe zum Atlantischen Ozean dämpft die Kälte. Die Natur schafft, das der Flor hier das ganze Jahr aktiv ist und eine besondere Eigenschaft für den ?Fino? bringt, deswegen kennt man ihn in Wirklichkeit auch als Manzanilla.

Der Jerez (sherry) und der Pedro Ximenez

 TAGS:Pedro Ximenez und Palomino Fino sind Traubensorten die den Charakter der Regionen Cordoba und Andalusien in Spanien definieren, bzw. in deren jeweils warmen und trockenen Erde die bekanntesten Weine des Landes produziert werden, der Jerez und der Pedro Ximenez. Im XVI Jahrhundert, noch bevor die Welt von Rioja oder Ribera del Duero gehört hatte -zwei der berühmtesten Ursprungsbezeichnungen – waren diese 2 Getränkebereits ein Exportationserfolg mit England als wichtigstes Ziel.

Es war genau die Hochzeit von Catalina de Aragon, die Erstgeborene der katholischen Könige, mit Prinz Arturo von England, die den Handel dieser Produkte außerhalb der Grenzen gesteigert hat. Viel später im XIX Jahrhundert stellte der Wein 40% des Weinimports von der Insel dar.

Wegen Unkenntnis wurden der Jerez und Pedro Ximenez für gewöhnlich verwechselt, aufgrund ihrer identischen Farben und Herkunft aus nah gelegenen Gegenden. Trotzdem sind die Unterschiede zwischen den beiden nicht gerade gering. Das Erste ist ein trockener Aperitifwein, hergestellt aus der Traube Palomino Fino. Der Zweite dagegen ist ein süßer Wein hergestellt aus der Sorte Pedro Ximenez, ideal für den Nachtisch. Die Gemeinsamkeit zwischen den Getränken ist die Erde, denn für den Anbau braucht es viel Sonne und wenig Wasser. Weiterhin sind in beiden Fällen die Produkte verstärkt, das heißt, man gibt Alkohol aus Wein nach der Gärung hinzu und im Nachhinein füllt man das Flüssige in Eichenfässer für die Reifung im Solera Verfahren.

Einmal im Weinkeller stehen die Fässer in Pyramidenform bereit, immer der älteste ganz unten und der neuste oben. Für die Abfüllung nimmt der Kellermeister (Meister der Trauben) eine Portion von jedem Fass. Zum Schluss werden die Fässer mit jüngerem Wein aufgefüllt. Auf diese Weise halten sich der Jerez und der Pedro Ximenez immer frisch. So lang ist die Zeit, in der er ruhen kann, das der Pedro Ximénez z.B., den es noch mitEtikette aus dem Erntejahr 1924 auf dem Markt gibt, sehr geschätzt wird.

Der Wein Jerez immer trocken hergestellt aus der Sorte der Palomino Fino Traube, hat seinen Namen vom Dorf Jerez de la Frontera im Süden von Spanien, in Andalusien. Generell produzieren die Weinkeller, im Besitz von großen Firmen, das Getränk in dieser Stadt oder in 2 Dörfern in der Nähe, Sanlucar de Barrameda oder Puerto de Santa Maria.

Auf der Suche nach Erhöhung des Images wurde die Herstellung des Jerez in den letzten Jahren eingegrenzt auf nur eine Serie. Unter anderem wurde die Menge des Weins die jeder Weinkeller jährlich verkaufen kann eingeschränkt. Der Verkauf des Weins vom Fass ist verboten, die Einbeziehung des Jahrgangs auf dem Etikett für Premium Weine ist erlaubt.