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Isabelle Brunet: Interview mit Sommelière von Ferran Adriá

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“…jeder Weinliebhaber kann und muss sich selbst um die eigene Bildung und Meinung kümmern.”

Vielleicht wissen Sie es ja bereits, aber als Weinliebhaber sind Sie höchstwahrscheinlich schon einmal in Kontakt mit der namhaften Sommelière Isabelle Brunet gekommen. Ausgebildet durch die “Schule des Lebens” führte sie ihr Weg letztendlich nach Spanien, wo sie bald für Ferran Adrià im Restaurant „El Bulli” zu arbeiten begann. Doch der Weg endete nicht dort und Isabelle widmete sich neuen vielversprechenden Projekten. Heute kann man Isabelle im Monvínic treffen, eine Bar im Zentrum Barcelonas, der sich zu 100% der Erfahrung widmet, die ein guter Wein zu bieten hat.

Auf Ihrer Webseite (http://www.isabellebrunet.com) nennen Sie sich “Sommelière ohne Qualifizierung”. Was meinen Sie damit?

Wenn ich sage “sans diplome” auf französisch… heißt das: Die Schule des Lebens! Meine Jugend wurde von meinen Eltern in einem bescheidenen Dorf im Süden von Chinon geprägt. Zuerst steckte mich mein Bruder Christophe, titulierter Sommelier in Loire, mit Wein an. 1994 in London begab sich Christophe auf eine Weltreise und man bot mir seinen Job an. Man weiß ja, dass London das Sprungbrett für Weine aus der ganzen Welt war und ist, so wohnte ich für 5 Jahre allen Weinverkostungen und Reisen an, die sich mir boten. In einem schönen Kreis von Sommeliers und Winzern.

Bevor ich nach Spanien kam, habe ich mir selbst eine Reise geschenkt, bei der ich Weingärten besuchte.

Sie kommen aus Frankreich, leben allerdings schon lange in Spanien. Champagner oder Cava?

Weder noch. Alles hängt vom Champagner und Cava ab, und worüber wir reden.

Man kann das nicht verallgemeinern, wir versuchen nicht einen industriellen Champagner einer kommerziellen Marke mit einem artesanalen Cava aus einer frischeren Region als gewöhnlich mit geringer Ernte und langer Crianza auf der Hefe zu vergleichen.

Einige meiner Lieblinge haben nicht einmal die Ursprungsbezeichnung DO Cava. Persönlich schmecken mir weinige Schaumweine besser, mit etwas positiver Oxidierung.

Woher weiß ich – als AnfängerIn – ob ein Schaumwein gut ist oder nicht? (Punktebewertung von Führern und Kritikern, Ursprungsbezeichnung, …?)

Ich nutze diese Gelegenheit, um zu sagen, dass jeder Weinliebhaber seine eigene Meinung bilden kann und muss. Am Anfang können Weinführer mit Punktebewertung hilfreich sein, um neue Marken mit ihren Zonen und Charakteristika kennenzulernen. Das kann schwierig erscheinen, aber hängt natürlich von der Anstrengung und der Konzentration ab, die wir an den Tag legen.

Mit meiner bescheidenen Erfahrung von 20 Jahren habe ich gelernt, mir meine eigene Meinung zu bilden, ohne gleich Punkte zu vergeben. Eher genieße ich den Moment und lebe das Gefühl, das mir der Wein vermittelt. Das versuche ich auch an mein Team aus Sommeliers weiterzugeben und an die Kunden, die zum Monvínic kommen.

Wie finde ich den Cava meines Geschmacks?

Indem Sie so viele verkosten, bis Ihnen ein Winzerstil gefällt, und Ihren eigenen Geschmack kennenlernen. Auch bleiben Sie bestimmt nicht ein Leben lang beim gleichen Produkt. Die Diversität der Stile und Geschmäcker bereichern uns.

Woher weiß ich, ob der Sommelier mein Bedürfnis versteht?

Zuerst, ob er mir mehr zugehört hat als geredet.

Ob er den Dialog auf bescheidene und konstruktive Weise gesucht hat.

Dann hängt es davon ab, wie er mit der Information und meinen Wünschen umgegangen ist.

Ob er seine Empfehlungen mit Sensibilität abgibt, und nicht auf kommerzielle Weise oder Trends folgend.

Haben Sie eine Lieblingspaarung mit einem Schaumwein? Verraten Sie sie uns?

Mit ein paar Euros würde ich mit einen 20 Jahre gereiften Champagner gönnen zu frischgemachter Pasta al dente und weißem Trüffel.

Auch ein Sumoll Espumoso Brut Nature mit einr Kalbsbacke 3 Jahre auf der Kohle.

Vielen Dank, dass Sie sich Zeit für ein Interview mit uns genommen haben, Isabelle!

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Marie Stuart Cuvée de la Reine Brut: Ein ausgezeichneter Champagne-Schaumwein, der aus dem besten Lesegut der Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier besteht. 

 

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Juvé y Camps Reserva de la Familia kommt als ausgezeichneter Schaumwein aus der Weinregion Cava daher, der die besten Xarel·lo, Parellada, Macabeu, Macabeo und Chardonnay beinhaltet.

Wie gut sind weiße Rioja?

 TAGS:undefinedRioja, ein weltbekannter Wein, eine D.O. berühmt und beliebt und in vielen Regionen Spaniens verbreitet. Traditionell sind Rioja Weine rot mit gewissen Nuancen, besonderen Geschmäckern und einem runden Gaumengefühl. Riojas sind perfekt zu den meisten Fleischsorten und Gerichten, die man aus der Jagdsaison kennt.

Seit einigen Zeiten sieht aber selbst das Regulierungsgremium von La Rioja selbst, dass sich die Zeiten ändern. Denn weiße D.O. durchdrängen den Markt und erfrischen ihn mit einer ganz neuen Qualität.

Es handelt sich dabei aber nicht um einer Erfindung der Zukunft. Im D.O. Rioja wiederholt sich Geschichte: Im 17. Jahrhundert gehörte Weißwein zu den verbreiteteren Sorten in der Region.

Das D.O. La Rioja unterstützt die Weine mit allem was Sie hat, denn neben den etablierten Rotweinen gibt es eine ganz neue Welt der Weißweine zu erobern. Weiße Riojas zeichnen sich durch Ihre Komplexität und Ihre große Vielfältigkeit aus. Sie passen zu allerlei Essen und schmecken im Sommer genau so gut wie zu allen anderen Jahreszeiten. Ein frischer, junger und fruchtiger weißer Rioja passt zum Beispiel hervorragend zu Meeresfrüchten, Pasta oder Reis. Im Barrique ausgebaute weiße Riojas schmecken hingegen besonders gut zu Blauschimmelkäse oder blauem Fisch. Die lange ausgebauten Weißen sollten Sie zu saftigem Fleisch und Eintöpfen genießen.

Der wiedergeborene weiße Rioja bringt einen frischen Wind in das D.O. Wollen Sie diesen frischen Geschmack verpassen?

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Capellanía 2011

 

 

Bild: Antonio Rull

Welchen Einfluss hat die globale Erwärmung auf spanische Weingüter?

 TAGS:undefinedOhne Zweifel, der Klimawandel ist ein Thema das Gespräche weltweit bestimmt und zwar aus gutem Grund. Unser Planet wird wärmer, was für Veränderungen in der Atmosphäre sorgt und die Umwelt und Ökosysteme verändert. Der Klimawandel betrifft jeden und alles – auch Weingüter.

In Spanien wird auf mehr als einer Millionen Hektar Land Wein angebaut. Damit ist Spanien bei der Anbaufläche weltweit Nummer 1. Im Bezug auf den Export und die Produktionsmenge kommt Spanien allerdings nur auf Platz zwei. Dennoch: Spanien spielt eine wichtige Rolle auf dem weltweiten Weinmarkt, weshalb sich nicht nur Spanier fragen: Hat der Klimawandel Einfluss auf die Weinindustrie? Ja. Und die Auswüchse können desaströs sein.

Einer Studie der Universidad Politécnica de Madrid (UPM), die auch das Spezialgebiet Tecnovino umfasste, kommt zu dem Ergebnis, dass die Wettbewerbsfähigkeit spanischer Weingüter bereits in den nächsten Jahren unter den Effekten der globalen Erwärmung leiden könnte. Zu den Effekten zählen die Temperaturerhöhung – insbesondere in den südlichen Regionen Spanien und der reduzierte Regenfall. An beides müssen sich Weingüter anpassen und so auf das neue Bioklima mit stärkeren Hitzewellen und starker Trockenheit reagieren. Denn denken Sie immer daran: Das Wetter spielt bei der Reife von Weintrauben eine wichtige Rolle.

Es gibt aber nicht nur schlechte Nachrichten. Denn in einigen Gebieten hat der Klimawandel auch positive Auswirkungen auf den Weinanbau. Die erhöhte Temperatur sorgt so zum Beispiel für längere Wachstumszeiten der Weinreben und reduziert das Risiko von Schäden durch Frost. In einigen Gebieten steigt so die Qualität und die Ausbeute.

Der UPM-Studie nach ist es wichtig, dass jeder Produzent passend auf die Aufgaben durch den Klimawandel reagiert. Wichtig ist dabei auch, die politische Stimmung für diesen Wandel zu sensibilisieren, um alle Kriterien der Beziehung von Weinanbau und Klima zu optimieren.

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Cune Crianza 2012:  einen gelungenen Rotwein mit Herkunftsbezeichnung Rioja, dessen Herstellung mit Mazuelo, Cariñena, Garnacha negra, Garnacha Tinta und Tempranillo des Erntejahrs 2012 erfolgte. 

 

 

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Barbazul 2012: einen gelungenen Rotwein mit Herkunftsbezeichnung Cadiz, der 2012-er Merlot, Cabernet Sauvignon, Tintilla de Rota und Syrah enthält. Dieser Rotwein hat 14% Vol.. 

5 Weinreiseziele mit einer großen Zukunft (II)

 TAGS:undefinedWir haben uns bereits in unserem ersten Artikel fünf Reiseziele für Weinliebhaber angesehen. Die Welt der Weine hat aber mehr zu bieten, weshalb wir Ihnen heute fünf weitere großartige Ziele für Weintouristen vorstellen.

1. Baskenland, Spanien

Das Baskenland ist eine Region mit einer blühenden Gastronomie. Und wie sollte es anders sein, genau das gleiche gilt für ihre Weine, bekannt vor allem durch die Weingebiete Rioja und Navarra. Entlang der Küste finden Sie Michelin-gekrönte Restaurants, Apfel-Cider und kleine Städte mit großartigem Essen. Das gilt auch, wenn diese Lokale nicht im Reiseführer stehen. In San Sebastián sollten Sie Lukas Gourmet Benta-Berri nicht auslassen, ein einzigartiger Weinladen, der auch mit einer kleinen Bar und angeschlossenem Restaurant einlädt.

2. Franschhoek, Südafrika

Südafrika ist in vielen Teilen der Welt bereits als Weinland etabliert. Insbesondere in Franschhoek haben wir viele Weinbars und Weingüter entlang der Flussufer gefunden. Unter ihnen sollten Sie das Hotel Le Quartier Français nicht auslassen. Afrikanisch inspirierte Kost des gekrönten Kochs Margot Janse wird dort mit lokalen Weinen kombiniert.

3. Alentejo, Portugal

Ein weiteres Land, dass für eine gute Küche und Drinks lebt. In Alentejo sehen Sie kilometerweit ein Weingut neben dem anderen, gepaart mit einer einfachen Küche aus Fleisch und Gemüse sowie die moderne Küche der Tapas. Gute Weine finden Sie unter anderem bei Tasquinha do Oliveira in Evora. Für Tapas sollten Sie das Restaurant Herdade do Esporão nicht auslassen. Dort finden Sie auch passende Weinverkostungen.

4. Burgenland, Österreich

Nur eine Stunde von Wien entfernt, lädt das Burgenland mit einer atemraubenden Natur und einem Paradies für Weinliebhaber zu einem Besuch ein – Besuche in altertümlichen Weinkellern inklusive. Verpassen Sie auf keinen Fall Restaurants wie Gut Purbach oder Mooslechner Bürgerhaus im beschaulichen Rust sowie das Reiter Supreme Hotel am südlichen Ende des Burgenlands.

5. Ashland, USA

Die Wein-Geschichte in Oregon endet schon seit langem nicht mehr mit Willamette Valley Pinot Noir. Die Weinregion von Ashland ist mittlerweile Heimat von 120 Weingütern rund um die Stadt, die eigentlich für ihr jährliches Oregon Shakespeare Festival bekannt ist.

Uvinum-Weinempfehlungen:

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Lugana DOC Prestige Cà Maiol 2015: Einzigartige Bodentypen reich an Lehm, milde Mikro-Klimata am Gardasee sowie die noble und autochthone Rebsorte Trebbiano di Lugana.

 

 TAGS:Pipoli Aglianico del Vulture DOC 2013Pipoli Aglianico del Vulture DOC 2013

Zum Teil in französichen Barriques gereift, verwöhnt der Pipoli Aglianico del Vulture DOC 2013 aus Basilicata mit einem Bouquet von roten Früchten, Kirschen und Veilchen, gepaart mit Nuancen von Vanille, Lakritz und schwarzem Pfeffer.