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Oporto und Douro: so nah und doch zu unterschiedlich

 TAGS:undefinedAntigua, reich an Mikroklima und einer großen Anzahl von Rebsorten. Dies ist die Douro-Region, die auf Schiefergrund von großer Schönheit sitzt und in säkularen Terrassen am Ufer des Flusses Duero (Douro in Portugiesisch) emporsteigt.

Die Region ist Weltkulturerbe und Geburtsort des Port-Weins, produziert obendrein aber auch exzellente weiße Tafelweine, Rotweine, Schaumweine und Muskats. Die Komplexität der Aromen des Port Weins, in anderen Regionen auch Vinho de Cheiro (Weingeruch) genannt, verführt bereits seit Jahrhunderten die Sinne. Es gibt sogar einen Geburtstag: Der 10. September feierte 2016 den 259. Jahrestags der ersten abgegrenzten Region der Welt.

Die unter den Rebsorten, die für die Produktion von Wein in Douro zugelassen sind, ist Touriga Nacional (der portugiesische Cabernet) die am meist genutzte, gefolgt von Tinte Barock, Tinte Cat und Tinte Roriz (der spanische Tempranillo). Die Mehrzahl der Weine wird aus mehreren Rebsorten gewonnen. Es gibt aber auch Monokulturen, in der Regel auf Basis von Touriga Nacional, Tinta Roriz und Touriga Franca.

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Die Weinproduktion folgt in Douro traditionellen Methoden von Handarbeit und mechanischen Schritten. In jüngster Zeit setzen Produzenten aber auch moderne Stahltanks und temperaturkontrollierte Fermentation ein. Der Vorteil der traditionellen Methode ist die Möglichkeit, Tannine zu extrahieren. Die zweite Methode ermöglicht es, die Aromen der Weine besser zu konservieren. Eine Kombination aus beiden resultiert hingegen in komplexen Weinen, intensiv und voller Struktur. Eine neue Generation von Winzern zeigt bereits, dass Douro nicht nur vom Porto lebt. Mittlerweile kommen hervorragende Tafelweine aus der Region.

In 2014 probierte das Magazin Wine Spectator 18.000 Weine aus der ganzen Welt und klassifizierte sie entlang der Qualität, des Preises und der Marktverfügbarkeit. Gleich 3 Weine aus der Douro-Region schafften es in die Top 10.

Der Vintage-Portwein Dow’s 2011 der Grupo Symington wurde 2014 zum besten Wein mit 99 von 100 Punkten gekrönt. Im dritten und vierten Platz folgten mit 97 Punkten Chryseia 2011 (ebenfalls Symington) und Quinta do Vale Meão von Olazabal & Filhos, Nachkommen von Antónia Ferreira, die berühmte „Ferreirinha“.

Die Real Companhia Velho hat über 250 Jahre auf dem Buckel und besitzt ein Archiv mit historischen Dokumenten und zeigt, dass Douro-Weine von großen Persönlichkeiten wie Marques de Bombay, Napoleon und Katharina die Große genoßen wurde. Das Weingut produziert Portweine auf 535 Hektar Land, verteilt über 7 bleichgroße Farmen, die auch den Tafelwein Quinta das Carvalhas produzierten, einen der ältesten der Region. Auch der Quinta de Cidró aus S. João da Pesqueira stammt hierher.

Das letzte Weingut ist auch unsere erste Empfehlung für Sie:

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Taylor’s Late Bottled Vintage 2011

 

 

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Die Azoren und Madeira, ein goldenes Eiland für Wein

 TAGS:undefinedDer Wein aus Madeira, meist ganz einfach Madeira genannt, ist auch als Vinho Generose maderiense oder Torna Viagem bekannt und wird bereits seit über 500 Jahren auf der Insel angebaut.

Schiffe auf dem Weg zum Festland entdeckten damals die Kraft der Fermentation. Unterwegs als Dienstschiffe, lagerten auf den teils über ein Jahr langen Fahrten Weine an Bord, die Kraft der tropischen Wärme den Saft zu einem köstlichen Nektar vergoren ließen.

Bei der Weiterentwicklung der Fermentation entstanden zwei Techniken, die für zwei Arten von Wein genutzt werden: Canteiro, der in Fässern reift, die in den ersten Jahren in den höchsten Lagerräumen reifen und mit steigendem Alter langsam weiter nach unten ziehen. Sie können den Wein nach vier Jahren trinken. Die zweite Technik: Der Estufado, er lagert zunächst für 3 Monate bei brütenden 55° C und kann bereits nach 3 Jahren getrunken werden. In den Azoren war der Kochwein im 19. Jahrhundert ein stark schmeckender Drink, in Geschmack und Farbe Jerez nicht unähnlich.

Der Madeira ist ein Likörwein, mit einem Alkoholgehalt von 17 bis 22 Prozent, der durch den langsamen Oxidationsprozess im Wein zurück bleibt. Der Madeira gruppiert sich in zwei Arten: Blend und Colheita (Zusatz). Der Blend mischt sich aus verschiedenen Jahrgängen mit einem Durchschnitssalter von 10 Jahren. Colheitas stammen von einem Wuchs und können aus bis zu 4 Jahrgängen zusammengestellt werden, reifen zuvor aber mindestens 20 Jahre und werden nur abgefüllt, wenn die Qualität stimmt. Herauskommen Weine mit hohem Alter, viel Säure und Frische. Noch heute kann man ein paar Vintage-Weine aus dem Jahr 1975 in perfekter Kondition kaufen.

Der Ruhm dieser Wein hat sich allerdings nicht auf die gleiche Art auf alle Inseln verbreitet.

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Weine von den Azoren, der Vino Pasado (Rebsorte: Malvasia) und Vino Seco, produziert auf der Insel Pico, werden ähnlich hergestellt wie die Weine auf Madeira. Die Fermentation wird aber unterbrochen, um Brandy hinzuzufügen – ähnlich wie beim Portwein. Die Weine haben deshalb aber keine geringere Qualität als die Weine von Madeira.

Heute gibt es nicht mehr viele Informationen über die Geschichte der azorischen Weine. Langezeit glaubte man, dass Wein hauptsächlich auf Pico und Graciosa hergestellt wurde. Wahrscheinlicher ist aber, dass sich alle Inseln mit Hingabe der Herstellung von Wein gewidmet haben. Wegen der unterschiedlichen Wetterkonditionen und teils steinigen Untergründe, wie die Vulkanböden auf den Azoren, war es aber unterschiedlich viel Arbeit, Weinreben anzupflanzen.

In der Mitte des neunzehnten Jahrhunderst wurden die Inseln Opfer des Mehltaus, wodurch Stämme wie Verdelho (weißer Verdejo) durch amerikanische Reben und die Isabela, die heute in Europa wegen ihres hohen Methanol-Gehalts verboten ist, ausgetauscht wurden.

Der Ausbau von Spirituosen wurde zu jener Zeit stark ausgebaut und durch neue Geschmäcker wie Melasse für den Brandy der Insel S. Jorge oder die dunklen Spirituosen von Terceira sowie Pfirsich, Mispeln und Feigen auf Pico, angereichert wurden.

Nach und nach wurde auch die Herstellung von Weißwein entdeckt. Eines der Beispiele für die Geschichte von Wein auf den Azoren ist die Bodega Cooperativa der Insel Graciosa.

Auf Medeira, hergestellt aus Zuckerrohr, hat der weiße und braune Rum einen Status erreicht, den man heute sogar besuchen kann: das Engenho do Poro da Cruz, ein Museum in der Nähe des Casa del Ron, wo Sie auch einige exzellente Reservas kosten können.

Typische, auf den Inseln genutzte, Rebsorten sind:

Malvasia – Eine der ersten Rebsorten, die die Azoren und Madeira in der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts erreicht hat. Aus der Rebsorte entsteht ein süßer Wein mit Aromen von Nüssen und Honig. Ein perfekter Begleiter für Käse und Schokolade.

Verdelho – Ein halbtrockener Wein, der geschmacklich an Ananas und andere tropische Früchte erinnert. Er passt besonders gut zu Käse und Weintrauben. Die Rebsorte wurde in den zwei Archipelen genutzt.

Cercial – Aus dieser Rebsorte werden trockene Weine mit frischen Zitrus- und Karamell-Aromen gewonnen. Er wird häufig als Aperitif getrunken und mit Nüssen oder Oliven serviert. Auch diese Rebsorte wurde auf beiden Archipelen angebaut.

Boal / Bual – Ein halbtrockener Wein entsteht aus dieser Rebsorte. Seine Aromen: Honig. Geschmacklich erinnert er an Karamell. Boal paart sich besonders gut mit Früchten, Käse und Desserts. Die Rebsorte hat die höchste Qualität der Azoren und wird auf beiden Archipelen angebaut.

Tinta Negra – Einige sagen, dass diese Rebsorte aus der Paarung von Pinot Noir und Grenache (Garnacha) enstanden ist. In Spanien ist die Rebsorte auch als Negramoll bekannt und wird auf den Kanaren angebaut. Weine aus Tinta Negra passen gut zu Gemüse, Reis und weißem Fleisch.

 

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Justinos 3 Years Dry Madeira

 

 

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Fita Preta Tinto Vulcanico 2014

 

* Der Artikel wurde im Original von Rita Bonet im portugiesischem Uvinum-Blog unter dem Titel Terras de Vinho – As ilhas dos Açores e da Madeira veröffentlicht.

Portugiesische Küche für Anfänger

 TAGS:undefinedDie portugiesische Küche ist der mediterranen Küche sehr ähnlich. Ihre Grundpfeiler: Brot, Wein und Öl. In der portugiesischen Küche findet sich aber auch ein großer Einfluss der ehemaligen Kolonien in Asien, Afrika und Lateinamerika (Brasilien), hier insbesondere bei den verwendeten Gewürzen wie Piri Piri, Paprika und Zimt.

Aber was bildet die Basis der portugiesischen Küche? Wir wollen versuchen, es knapp zusammenzufassen.

1. Brot

Das Brot (auch PAO genannt) ist eines der Basiselemente der portugiesischen Küche. Es besteht nicht nur aus Weizenmehl sondern häufig auch aus Maismehl (insbesondere im Norden Portugals). Brot gehört zu jeder traditionellen Mahlzeit dazu. Typische Beispiele sind Açordas und Migas à alentejana. Das bekannteste Brot sind die runden Leibe in mittlerer Größe, Broa de Avintes, auch bekannt als Fogaça oder „caralhotas“ de Almeirim. Das „pão-com-chouriço“ gibt es besonders auf Stadtfesten und Märkten. Im Norden wiederum sind die „Bôlas“ (Bälle) beliebt, kleine Brotkugeln mit Minz-Fleischfüllung. Tipp: Zu Bôlas passt ein guter Port besonders gut.

2. Fisch und Meeresfrüchte

Es gibt eine große Auswahl an portugiesischen Gerichten auf Basis von Süßwasser-Fischen und Krustentieren, Kabeljau – auch wenn man ihn überall sieht – bildet eher die Ausnahme. Er wird meistens getrocknet und in Salz konserviert um ihn an Land und auf der Hochsee zu essen.

3. Suppen

Gerade im Herbst sind Suppen aus Kastanien beliebt, egal ob süß oder herzhaft, mal in Kombination mit Würstchen, Kohl oder Kartoffeln. Sie passen besonders gut zu Rotwein und dem traditionellen Bohnengericht Feijoada. Trinken Sie am besten einen warmen Wein wie die rustikalen Weine aus der Carignan-Traube.

4. Die Weine

Neben Porto und Madeira gibt es auch zahlreiche grüne Weine aus dem Norden und junge Weiße. Porto (ursprünglich in der Stadt Vila Nova de Gaia entwickelt), Madeira, Carcavelos und Muskatweine aus Setubal, Rotwein wie Borba oder Dão sind nur eine kleine Auswahl.

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Bild: Taz

Wein: Der richtige Partner für Ihr Dessert

 TAGS:undefinedDurch geschickte Kombination von Desserts mit Weinen heben Sie die Geschmäcker von Süßspeise und Beigetränk ganz besonders hervor. Mit diesen Tipps präsentieren Sie Ihren Gästen hervorragende Paarungen und wissen genau, was Sie im Restaurant bestellen sollten.

Kuchen: Süße Weine wie Sauternes de Nourdeaux passen sehr gut zu Desserts mit Früchten und Nüssen. Bei Kuchen und cremigen Desserts sollten Sie auf halbtrockene Roséweine und Schaumweine zurückgreifen.

Schokodessert: Schokokuchen oder andere Desserts schmecken besonders mit süßen Weißweinen, Likörweinen und natürlich anderen süßen Weinen. Mit einem Portwein sind Sie bei Schokodesserts immer auf der sicheren Seite.

Brände und Liköre für die Zubereitung von Desserts: Brände werden häufig als Zutat für Gebäck genutzt. Auch für die Eisproduktion kommen sie zum Einsatz. Für Schokodesserts sollten Sie Williams Birne, Sauerkirsche, Orangenlikör wie Grand Marnier oder Cognacs verwenden. Am besten reichen Sie zum sprithaltigen Dessert den verwendeten Schnaps gleich noch zum Runterspülen dazu.

Kandierte oder getrocknete Früchte wie Feigen, Rosinen, Datteln oder Aprikosen passen sehr gut zu Weinen wie Pedro Ximénez oder gereiftem Muskat.

Nüsse wie Kastanien, Walnüsse, Mandeln, Haselnüsse, Pinienkerne oder Erdnüsse können Sie großzügig mit starken Weinen für einen anhaltenen Geschmack kombinieren.

Rote und schwarze Früchte wie Kirschen, Himbeeren, Erdbeeren und Schlehen verstehen sich gut mit jungen Rotweinen. Achten Sie auf lebendige, violette Farben.

Zitrusfrüchte sollten Sie mit süßen Weinen mit starken Zitrusnoten wie einem gereiften Muskat kombinieren.

Und denken Sie daran: Beachten Sie bei der Paarung immer die Balance zwischen Fruchtaromen und den Weinaromen. Zudem sollten die Farbe des Weins und des Obst miteinander harmonieren.

Uvinum-Weinempfehlungen:

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Varvaglione 12 E Mezzo Primitivo del Salento 2014 hat sich in den letzten Jahrgängen mit vielen Gold-, Silber und Bronzemedaillen von renommierten Weinwettbewerben geschmückt. 

 

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Pedro Ximenez Reserva de Familia 50cl: Uvinum-Nutzer bewerten den Pedro Ximenez Reserva de Familia mit 4,5 von 5 Punkten, während er von Weinexperten folgendermaßen zensiert wurde: Peñín Punktzahl: 92. 

 

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Aviva Gold: Ein Goldregen mit hypnotisierender Wirkung! Neben dem Aviva Platinum und dem Aviva Pink Gold, gilt auch der Aviva Gold als Starprodukt des in Valencia gelegenen Weinguts Torre Oria.