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Portugiesische Küche für Anfänger

 TAGS:undefinedDie portugiesische Küche ist der mediterranen Küche sehr ähnlich. Ihre Grundpfeiler: Brot, Wein und Öl. In der portugiesischen Küche findet sich aber auch ein großer Einfluss der ehemaligen Kolonien in Asien, Afrika und Lateinamerika (Brasilien), hier insbesondere bei den verwendeten Gewürzen wie Piri Piri, Paprika und Zimt.

Aber was bildet die Basis der portugiesischen Küche? Wir wollen versuchen, es knapp zusammenzufassen.

1. Brot

Das Brot (auch PAO genannt) ist eines der Basiselemente der portugiesischen Küche. Es besteht nicht nur aus Weizenmehl sondern häufig auch aus Maismehl (insbesondere im Norden Portugals). Brot gehört zu jeder traditionellen Mahlzeit dazu. Typische Beispiele sind Açordas und Migas à alentejana. Das bekannteste Brot sind die runden Leibe in mittlerer Größe, Broa de Avintes, auch bekannt als Fogaça oder „caralhotas“ de Almeirim. Das „pão-com-chouriço“ gibt es besonders auf Stadtfesten und Märkten. Im Norden wiederum sind die „Bôlas“ (Bälle) beliebt, kleine Brotkugeln mit Minz-Fleischfüllung. Tipp: Zu Bôlas passt ein guter Port besonders gut.

2. Fisch und Meeresfrüchte

Es gibt eine große Auswahl an portugiesischen Gerichten auf Basis von Süßwasser-Fischen und Krustentieren, Kabeljau – auch wenn man ihn überall sieht – bildet eher die Ausnahme. Er wird meistens getrocknet und in Salz konserviert um ihn an Land und auf der Hochsee zu essen.

3. Suppen

Gerade im Herbst sind Suppen aus Kastanien beliebt, egal ob süß oder herzhaft, mal in Kombination mit Würstchen, Kohl oder Kartoffeln. Sie passen besonders gut zu Rotwein und dem traditionellen Bohnengericht Feijoada. Trinken Sie am besten einen warmen Wein wie die rustikalen Weine aus der Carignan-Traube.

4. Die Weine

Neben Porto und Madeira gibt es auch zahlreiche grüne Weine aus dem Norden und junge Weiße. Porto (ursprünglich in der Stadt Vila Nova de Gaia entwickelt), Madeira, Carcavelos und Muskatweine aus Setubal, Rotwein wie Borba oder Dão sind nur eine kleine Auswahl.

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Bild: Taz

Weine aus Portugal

 TAGS:Portugal unser Nachbar, der nicht versucht hat, den Portwein für sich zu beanspruchen, aber das ist ein ganz anderes Thema.

Gibt es noch ein Leben jenseits Porto?

Der Wein aus Portugal ist besonders heterogen. Der grüne Wein hat weder was mit dem aus Alentejo noch mit dem portugiesischen Alvarinho mit den Galiziern, und auch nichts mit dem Wein aus Madeira oder anderen Dingen zu tun.

Im Norden werden grundsätzlich Weißweine, an der Uferlandschaft in Minho und Douro (Mino und Duero) angebaut, mit Reminiszenz an die galizischen Weine sogar im Klima und in der Art, wie die Traube bearbeitet wird. Die Vielfalten der meist bekannten Trauben sind die Verdelhos, Avesso, Moscatel aus Alexandria und der Alvarinho. Herausragend sind der grüne Wein und der Alvarinho.

Der wichtigste Unterschied zwischen den beiden ist der Moment der Traubenernte und der Reifung. Der grüne Wein entsteht aus einer früheren Traube (daher sein Name), mit einem niedrigeren Alkoholgehalt und einer höheren Konzentration von natürlicher Kohlensäure, aufgrund dessen der Wein etwas Nadliges hat, wenn auch nicht so viel wie diese Weine mit Kohlensäure (künstlich hinzugefügt), die wir in Spanien als grüne Weine trinken. Ein Beispiel wäre der Quinta do Ferro Avesso, eine Kostbarkeit zu einem niedrigen Preis. Der Alvarinho dagegen wird in der Regel aus reifen Trauben hergestellt, die im Fass reifen. Das gibt ihnen im Allgemeinen eine goldene Tönung und einen weniger süßen Geschmack als der galizische Albarino.

 TAGS:Im Herzen von Portugal gibt es eine Gegend, die überaus hervortritt für die Qualität seiner Rotweine. Das ist die Region Alentejo. Sie wird immer bekannter, große Weingute weltweit haben in die Gegend (Chateau Lafitte waren die Ersten, seit mehr als 10 Jahren) investiert. Mehr und mehr wird erkannt, dass Weine aus Portugal mehr sind, als nur der Portwein.

Ein Weinhersteller aus Oporto weiß, dass seine einzige Sorge, der Herstellung eines guten Weines gilt, denn an Käufern, die sogar bis zu ihm aufs Gut kommen, um den Wein zu kaufen, mangelt es nicht. Als den Herstellern aus Alentejo klar wurde, dass es nicht leicht für sie würde, fingen sie an, ihre Weine auf den offeneren Märkten zu präsentieren, angefangen in Lissabon und London, die aufnahmebereiter sind, und bauten so den Markt weiter und weiter aus. Es gibt Weine, die es geschafft haben in die Liste der unentbehrlichen aufgenommen zu werden wie der Esporao, Quinta do Carmo oder Marque do Barbo aber im Allgemeinen überrascht uns jeder Wein aus Alentejano sehr angenehm. Die meist benutzten Rebsorten sind Trincadeira und die Aragones eher als Tempranillo in Spanien bekannt, die gute eigene Aromen in dieser Region produzieren, aromatischer, mit mehr Körper, süß und aufrichtig.

Dann fehlt noch der Süden. Diese südliche Insel heißt Madeira. In Madeira baut man unendlich viele verschiedene Weinstöcke an, einige exklusive auf der ganzen Welt, wie die Negra Mole, Boal, Malvasia, Verdelho, Sercial und Terrantez. Alle Weine sind mit Alkohol angereichert, d.h. es wurde Alkohol hinzugesetzt.

Das fing bereits während des 100-jährigen Krieges zwischen Frankreich und England an. In England blieb man aufgrund des Krieges ohne Weinhersteller aus Borgoña und man musste sich so auf andere Alternativen konzentrieren, vorzugsweise aus Jerez, Oporto und Madeira. Damit der Wein den langen Transport auf dem Boot überstand, entschied man sich Alkohol als Konservierungsmittel hinzuzufügen und diese Tradition führte zu den heutzutage besonderen Weinen.

Sie haben auch einen besonderen gerösteten Geschmack aufgrund des Feuers, das benutzt wurde, um die Fässer, in denen der Wein altert, aufzuwärmen. Obwohl wir den Wein für die Herstellung von Soßen kennen, gibt es Weine aus Madeira, bei denen wäre es ein Sakrileg, wenn sie diese in einer Pfanne mischen. Herausragend ist der spektakuläre Madeira H&H Full Rich.

Und das alles ohne Oporto zu erwähnen?