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5 ungewöhnliche Arten der Weinalterung

 TAGS:undefinedIn den vergangenen Jahren hat sich das Thema Wein in ein soziales Phänomen verwandelt, das eine Vielzahl von Aktivitäten bietet: Touristische Routen zu Verkostungen in jedem Format, Messen und große Weinfeste selbst in Innenstädten.

Inzwischen positionieren sich Hersteller immer spezieller auf dem Markt und werten ihr Sortiment durch attraktive Verpackungen auf. Einem Bericht von The Drinks Business nach, wollen sich Hersteller neuerdings auch durch den Ausbau von Wein von der Masse absetzen. Hier finden Sie die fünf exotischsten Arten, Wein reifen zu lassen.

  1. Außerirdischer Wein: Eine britische Idee, die in Chile ins Leben gerufen wurde. Dort altert der Wein mit einem rund 6000 alten Meteoriten aus der Zeit der Entstehung des Sonnensystems. Die Rede ist von einem Cabernet Sauvignon namens Meteorito, welcher Hersteller Ian Hutcheon nach einen lebendigeren Geschmack hat. Der Wein kommt für den Ausbau zusammen mit dem Meteoriten in ein Eichenfass.
  2. Antiker Chic: In der Antike verwendeten die meisten Kulturen Amphoren zur Lagerung von Wein oder Öl. Aber auch trockene Waren wurden darin transportiert – das zeigen zumindest archäologische Funde. Heute greifen Winzer gerne auf Amphoren zurück, um den Weinen einen natürlicheren und auch neutraleren Geschmack zu verleihen – verglichen mit Weinen, die in Eichenfässern gereift sind. So liegt die Betonung insbesondere auf den fruchtigen Aromen des Weins.
  3. Eichenholzflaschen: Dass wir Eichenholz für die Reifung in Fässern nutzen, ist bekannt. Warum jedoch übertragen wir diese Wirkung nicht auch auf junge Weine? Oak Bottle ist eine Idee, die durch eine Kickstarter-Kampagne ins Leben gerufen wurde und verspricht, die gleiche Wirkung wie sechs Monate Reifung im Eichenfass zu erzielen. Man muss nur den gewünschten Wein eingießen und zwei Tage warten. Schon verwandelt sich ein junger Roter in einen eleganten Crianza.
  4. Alter durch Wärme: Traditionell wird die Wärmealterung genutzt, um Weine aus Madeira zu altern – derzeit liegt diese Methode aber für alle Arten von Wein im Trend. Entweder auf traditionelle Art und Weise in warmen Kellern oder in Edelstahlbehältern reifen die Weine so bei kontrollierten Temperaturen zwischen 45° und 50° C heran.
  5. Am Boden der Tiefsee: Vor einiger Zeit wurden 170 Jahre alte Wein- und Champagnerflaschen bei einer U-Boot-Fahrt in einem Schiffswrack gefunden. Die Tropfen befanden sich in einem erstaunlich guten Zustand und haben gleich einen neuen Trend gestartet: Weine aus der Tiefseelagerung. Vielleicht besuchen Sie bereits bei Ihrem nächsten Costa Brava-Urlaub eine Unterwasser-Kellerei im Taucheranzug. 

Wein-Empfehlungen von Uvinum: 

 TAGS:Passión Crusoe Treasure Bajo El Agua 2011Passión Crusoe Treasure Bajo El Agua 2011

Passión Crusoe Treasure Bajo El Agua 2011 ist ein Wein ohne Herkunftsbezeichnung (Spanien)-Rebensaft des Weinguts Bodegas Crusoe Treasure, der auf den Tiefen des Meeres gealtert ist.

 

 TAGS:Feudi Di San Marzano Sessantanni Primitivo Di Manduria 2012Feudi Di San Marzano Sessantanni Primitivo Di Manduria 2012

Feudi Di San Marzano Sessantanni Primitivo Di Manduria 2012 entsteht im Herzen der Region Manduria, wo die Königsklasse der Primitivo-Beere traditionell angebaut wird. 

Die Albariño Traube

 TAGS:Unter Albariño versteht man eine weisse Rebe, die vor allem in Galizien vorkommt, in der Gegend, die Rías Baixas genannt wird. Auch im Norden Portugals kommt sie häufig vor. 

In Galizien gilt der Albariñowein als bevorzugtes Getränk zu Fisch und Meeresfrüchten. Zu Austern ist er laut Aussagen vieler Galizienfans besonders gut, und so lockt die schroffe Atlantikküste schon allein wegen der hervorragenden Küche immer wieder aufs Neue.

Natürlich scheinen wilde Stürme und Regen, die in dieser Gegend im Nordwesten Spaniens zum Alltag gehören, nicht die Idealvorraussetzung für den Weinbau zu sein. Dennoch fühlen sich hier nicht nur die Touristen, sondern auch die Albariñotraube pudelwohl.

Kein Wunder, denn sowohl das Landschaftsbild als auch der Ursprung der Traube haben nicht viel „Spanisches“. Die steilen Klippen erinnern an Südengland oder Irland, die Traube wurde vor rund einem Jahrtausend von Pilgern aus Mitteleuropa auf dem Jakobsweg nach Galizien gebracht.

Jetzt wächst sie vorwiegend an den „rias, den fjordähnlichen Meeresbuchten an der spanischen Westküste“. Oft sprechen die Galizier aus diesem Grund auch von Rías Baixas als südlichstes Weinbaugebiet Nordeuropas.

Albariño ist ein frischer, trockener Wein, der in der Regel jung getrunken wird, im ersten oder zweiten und manchmal auch im dritten Jahr. 

Nur in Ausnahmefällen wird er mit anderen heimischen Rebsorten wie Treixadura oder Loureira verschnitten, so daß der Traubencharakter mit seinen Aromen von Zitrusfrüchten und grünem Apfel voll zur Geltung kommt. Auch ein Ausbau im Holzfaß wird nur gelegentlich von der einen oder anderen Bodega versucht, denn er nimmt dem Albarino zu viel von seinem fruchtbetonten Charakter.

Erstaunlich eigentlich, dass der Alabriñowein zu beginn eher unbeliebt und als qualitativ minderwertig galt.  Als allerdings 1988 die Denominación de Origen Rías Baixas gegründet wurde und ein kontrollierter Anbau begann, wurde er schnell zum Star unter den Weinen.

In weniger als zwanzig Jahren wurde die Anbaufläche von Qualitätswein um das Fünffache gesteigert, und die Zahl der Bodegas wuchs von dreißig auf fast zweihundert. Vor allem der Einsatz moderner Kellertechnik mit Edelstahltanks und kontrollierter Gärtemperatur hat einen Qualitätssprung eingeleitet.

Es ist nicht sehr schwer sich in der Welt des Albariños zurechtzufinden, denn die meisten Bodegas produzieren nur einen einzigen Wein.

Lust Albariñowein zu probieren? Wir empfehlen diese beiden Weine:

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Albariño Valdamor Cosecha Selección 2007, ein idealer Wein

 

 

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Terras Gauda 2011, ein Albariño, der gut zu Fisch passt