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Armenien: Wiege des Weins?

Obwohl generell vergleichsweise wenig Information über armenischen Wein vorliegt, so ist doch klar, dass es sich um einen der ältesten Weine überhaupt handelt. Wusstest Du beispielsweise, dass die älteste Weinkellerei der Welt hier angesiedelt war? Armenischer Wein: ein historisches Erbe. Komm mit uns auf die Reise!

Es liegt noch nicht lange zurück, als ein Team aus armenischen, irländischen und nordamerikanischen Archäologen in der Provinz Vayotz Dzor (an der Grenze zum Iran und zur Türkei) eine Höhle entdeckte, die jetzt als ältester Weinkeller der Welt gilt. In ihr fand man neben Gärbebehältern, Traubenpressen und Trinkgefäßen auch organische Überreste von Blättern und Trauben.

Welche Erkenntnisse brachte dieser Fund?

Biochemische Tests führten zu dem Ergebnis, dass die Traubenreste aus dem Jahr 4.000 v. Chr. stammen müssen – eine bahnbrechende Entdeckung, die belegt, dass bereits in der Kupferzeit Wein produziert wurde.

Weinproduktion: ein uraltes Gewerbe. Die Forschungen ergaben zudem, dass der Rotwein über mehrere Epochen hinweg zu rituellen Zwecken und Königsehren hergestellt wurde. Zahlreiche Gräber wurden in unmittelbarer Nähe der Weinkeltereien entdeckt. Zudem fand man Reste des Pflanzenfarbstoffes Malvidin, der Rotwein seine Farbe verleiht.

¿Und wie wurde der Wein damals hergestellt?

Zur besseren Extraktion der Farb- und Gerbstoffe wurden die Beeren zunächst mit den nackten Füßen aufgebrochen. Der Gärungsprozess erfolgte anschließend in Tonbottichen von circa einem Meter Durchmesser und einem Fassungsvermögen von 54 Litern. Die wissenschaftliche Arbeit brachte zudem ans Licht, dass der Wein in Krügen und Tonbehältern innerhalb der Höhle aufbewahrt wurde, deren kühles Klima hierfür hervorragend geeignet war.

Von einigen Weinexperten wurde die Vermutung angestellt, dass das Keltern von Wein seinen Ursprung in den Bergen Armeniens gefunden haben könnte.

Der armenische Wein von heute

Armenischer Wein erfährt heutzutage höchste Wertschätzung. Zahlreiche Weinkellereien blicken auf ein beachtliches historisches und kulturelles Vermächtnis zurück. Ein Beispiel hierfür ist Karas, welche mit 400 Hektar Weinbergen über 1100 Meter über dem Meeresspiegel liegt.

In ihren Weinbergen werden sowohl einheimische, als auch ausländische Rebsorten angebaut. Weißwein wird unter anderem aus den Trauben Chardonnay, Viognier und Kangun hergestellt, die Rebsorten Melbec, Tannat, Syrah, Merlot und Cabernet Franc sorgen für den einzigartigen Geschmack armenischer Rotweine.

 

Semele 2016

Semele 2016: ein Rotwein der Ursprungsbezeichnung Ribera del Duero aus den Trauben Tinta Fina, Merlot und Tempranillo. Jahrgang 2016, Alkoholgehalt: 14º

Laya 2017

Laya 2017: ein Rotwein der Ursprungsbezeichnung Almansa, aus den Trauben Monastrell und Garnacha, Jahrgang 2017, Alkoholgehalt 14,5º.