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TATORT: Direkt aus Barcelona – Weil Deutschlands Kult-Krimireihe längst keine Grenzen mehr kennt!

 TAGS:undefinedSonntagabend, 20:15, WEIN-Prime Time!

Aber längst nicht mehr nur in Deutschland…

Nicht allein die renommierte spanische Tageszeitung ‚El País‘ befasste sich bereits letztes Jahr mit der „Tatort Republik Deutschland“. Auch das Goethe Institut Barcelonas hatte sich im Hinblick auf die fast 45 Jahre bestehende Tatort-Saga eine bedeutende Frage gestellt: „Adición o tradición alemana?“ („Deutsche Sucht oder Tradition?“) und allen sprachbegeisterten Spaniern geraten, ihr Wochenende mit deutscher Krimi-Leidenschaft ausklingen zu lassen. So fieberte am Sonntag neben Ihnen auch die Tatort-Community Barcelonas auf eine neue Folge der legendären Kultserie hin. Und auch wir von Uvinum waren gespannt darauf, den „Château Mort“ endlich zu verkosten.

Hier nur für Sie unser Degustations-Ergebnis des vermeintlichen Tatort-Edeltropfens:

Aussehen: Auf den ersten Blick eine doch recht vielversprechende Kulisse: Eine Leiche in einem zugemauerten Weinkeller, ein Fälschungsskandal rund um den fürstlich kostümierten Wein aus dem 19. Jahrhundert, Klara Blum (Eva Mattes) und Kai Perlmann (Sebastian Bezzel) im Ermittlungsfieber und eine einfallsreiche Verknüpfung zweier Zeitebenen. So hatte der Regisseur Marc Rensing zunächst facettenreiche Farbnuancen mit einem passenden Übergang vom „Herzen der Weinwelt“ zum „Rand des Verbrechertums“ geschaffen.

Nase: Je weiter die Handlung des Tatorts jedoch fortschritt, desto rasanter verbreitete sich ein Aroma von Schwunglosigkeit. Zahlreiche geschichtliche Fakten in Niederspannungsdialogen, ein Hauch von Midlife Crisis der Kommissarin Klara Blum, arme Gutherzen, reiche Fieslinge und klischeehafte Vorgesetzte. So hat der „Château Mort“ seine Oberfläche leider nicht vergrößert, wodurch sich keine Duftstoffe lösten, die den Tatort-Liebhaber hätten fesseln können.

Geschmack: Obgleich wir über Manteuffels Sommelier-Poesie schmunzeln mussten, war die Enthüllung des Mordfalls doch ziemlich einfach gestrickt: Durch den plötzlichen Fund des letzten Briefs der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff, der die Machenschaften des gaunerischen Auktionshauses entlarvte, schien es sich um keinen würzigen Tatort, sondern vielmehr um eine schale Ausstrahlung aus der „Rosa Roth“-Reihe zu handeln; wäre diese nicht 2013 vom ZDF eingestellt worden. Daher unser Faszit: trockener Tropfen, wenig Säure, wässriger Körper, kurzer Abgang.

Auch wenn dieser Tatort – unserer Ansicht nach – keine Parker-Punkte verdient hat, werden wir uns auch nächste Woche wieder erwartungsvoll in die ARD-Mediathek einloggen. Sollten Sie bis dahin Lust auf Spannung verspüren, schauen Sie doch auf www.uvinum.de vorbei und entdecken Sie unsere große Auswahl an Wein, Spirituosen und Bier zu den besten Preisen!

Wir freuen uns auf Sie!

Ihr UVINUM-Team, direkt aus Barcelona 😉