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Aguardiente, ein Schnaps aus der Karibik!

 - Aguardiente ist der generische Name für Destillate zwischen 40 und 45 Volumenprozent Alkohol. Der Name setzt sich aus den spanischen Wörtern agua (= Wasser) und ardiente (= brennend) zusammen. Diese werden mittels Destillation aus Wein, Getreide, Früchten oder Samen gewonnen, zum Beispiel aus Anis, Weintrauben oder Kirschen.

Aguardiente stammt aus den karibischen Ländern, allen voran Kolumbien, wo er sich grosser Beliebtheit erfreut.

In Kolumbien wird unter Aguardiente ein Schnaps aus Anis und Zuckerrohr verstanden, der sich um 29 Volumenprozent bewegt. Die Rechte an dem Brennen des Aguardientes liegen bei den Departamentos (Provinzen), die Vermarktung darf aber überregional sein.

Der Anisschnaps ist ein fester Bestandteil der kolumbianischen Kultur, der jedoch einige örtliche Variationen erfährt. Schnaps aus Bogota, Medellin, vom Huila und vom Valle sind leicht zu erkennen. Man trinkt ihn als Aperitif nach dem Essen, man braucht also keinen bestimmen Anlass, um sich ein kleines Gläschen zu gönnen. Er ist jedoch auch fester Bestandteil jeder Feier, bei dem das gefüllte Schnapsglas die Reihe durch geht und jeder es in einem Zug trinkt. Der starke Geschmack brennt vom Eintritt in den Mund bis zur Ankunft im Magen.

Seit einigen Jahren wird Aguardiente außer in Glasflaschen auch in Tetrapaks zu 0,25 und 1 Liter verkauft, um die Verletzungsgefahr zu verringern und um zu verhindern, dass leere Flaschen mit selbstgebranntem Alkohol aufgefüllt und als Aguardiente verkauft werden. Einige Sorten sind auch in Plastikflaschen erhältlich.

Durch die Vielfalt an Geschmacksrichtungen ist der Aguardiente-Markt in Kolumbien hart umkämpft. Mit neuen Kreationen wie zum Beispiel Light-Aguardiente oder zusätzlich aromatisierten Sorten versuchen die Hersteller, ihre Marktanteile zu verteidigen.

In Kuba war Aguardiente das Getränk der Arbeiter und wurde in Tavernen oder so genannten Pulperias, offenen Stehausschänken, direkt aus dem Fass serviert. Gründe für seine schlechte Qualität war die Tatsache, dass nach Kuba, im Gegensatz zu den französischen und britischen Inseln der Karibik, kaum Wissen über die moderne Destillation importiert wurden. Erschwerend kam noch dazu, dass kubanisches Zuckerrohr einen extrem hohen Saccharose-Anteil hat, was in einer unkontrollierten Gärung zu einer stürmischen Alkoholproduktion und hohen Temperaturen führt, wodurch die Hefen zu früh absterben, mit den entsprechend fatalen Folgen für das Endprodukt.

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Aguardiente Antioqueño, ein Klassiker. 



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Aguardiente de Albaricoque Ziegler, mit Aprikosengeschmack.