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Absinth, die grüne Fee

 TAGS:Der Absinth ist ein mythisches Getränk, verehrt, herabgesetzt, verboten und letztendlich versteckt in einer Mystik, nur in Reichweite von Kennern.

Viele verbinden den Absinth mit dem Pastis und den Ricard, aber in Wirklichkeit handelt es sich um ein ganz anderes Getränk, von dem wir Ihnen heute seinen Ursprung und die Gründe der Legende erzählen.

Der Absinth wurde am Ende des XVIII. Jahrhunderts entdeckt und ihm wurde eine medizinische Wirkung zugeschrieben. Der Absinth ist ein Kräuter Destillat, unter denen als besonderer Mittelpunkt der Absinth, der Anis und der Fenchel stehen, obwohl das Rezept mit weiteren Pflanzen kombiniert wird wie mit Koriander, Wacholder oder der Lakritze.

Der Absinth wird auch die grüne Fee genannt, weil man es als ein Getränk mit halluzinogenen Wirkungen betrachtet, mit der Kraft Künstler zu inspirieren. So wurde er als die ?grüne Muse? bekannt oder als ?die grüne Fee?. In Wirklichkeit kann ihre Farbe auch kristallklar sein, wie andere Destillate. Es ist grün, wenn beim Destillieren Chlorophyll von der eigenen Pflanze hinzugefügt wird und im Allgemeinen wird sie in beliebiger Farbe mit der Zugabe von Farbstoffen (inklusive des eigenen Grüns) verkauft.

Da die meisten dieser Pflanzen Büsche aus dem mediterranen Klima sind, liegen die besten Brennereien von Absinth in der Region Valencia, Katalonien und den Balearen sowie in den Zonen von Marseille in Frankreich.

Jahrelang war die Nutzung des Absinths einzig medizinisch und wurde den französischen Truppen als Fiebermittel angeboten. Als die Truppen zur Front zurückkehrten, konsumierten sie weiterhin den Absinth, der begann, sich in den Bars zu verteilen. Und dort begann seine schwarze Legende.

Der Absinth der destilliert wird, um den Schnaps zu erreichen ist ein giftiger Strauch. Er enthält ein Bestandteil, die Thujonen, die eine ähnliche Wirkung wie das THC des Marihuanas haben. Konsumiert man diese in hohen Dosen nennt man es Halluzinogen.

Weiterhin provoziert der Verbrauch von Absinth über einen längeren Zeitraum, genauso wie das Marihuana Panikattacken und Depression. Dazu muss man den hohen Alkoholgehalt hinzurechnen, denn der Absinth erreichen kann (bis 82°, durch das Destillieren, obwohl normalerweise in den Fällen des traditionellen Absinths, dieser mit Wasser runter gesetzt wird, sodass sie bei 40° bleiben), sodass sie sich in ein hochgefährliches Getränk verwandeln, wenn es nicht mit viel Mäßigung getrunken wird.

Ende des XIX Jahrhunderts war die Wirkung des Absinths bereits in ganz Europa bekannt und besonders modern war es in Paris, im Umfeld des leichten Lebensstils. Man sagt als Van Gogh sich das Ohr abschnitt, tat er dies unter der Wirkung von diesem Getränk. Die großen Maler des französischen Impressionismus (Monet, Manet, Degas und Toulouse-Lautrec) waren gewohnheitsmäßige Konsumenten und einige ihrer Werke sagt man wurden unter der halluzinogenen Wirkung des Absinths inspiriert.

Während seines Aufenthaltes in Paris lernte Picasso den Absinth kennen, zu dem er sich als ergebener Fan erklärte. Es war das meist getrunkene und importierte Getränk während der ersten Jahre des XX und auch andere große Künstler waren ihm treu wie Hemingway, Rimbaud oder Baudelaire.

Während jener Jahre gab es einen starken Anstieg der Selbstmorde, vor allem unter den Menschen des eher leichtlebigen Lebensstils, hervorgerufen durch eine wachsende Existenzkrise zwischen den Weltkriegen. Die Brücken von Montparnasse waren die bevorzugten Orte, für die Selbstmordtäter, um sich ins Leere zu stürzen und allem ein Ende zu setzen.  

Die Behörden versuchten eine Erklärung zu finden und beschuldigten schnell den Absinth. Man wusste, dass dieses Getränk auf lange Sicht Depressionen und Halluzinationen provoziert, weswegen man es als offiziellen Schuldigen für die Selbstmorde hielt. Das Getränk wurde in Frankreich verboten. Schnell wurde das Verbot auf den größten Teil der europäischen Länder ausgeweitet, außer Spanien und Portugal, wo der Konsum nicht so massiv war.

Durch das nicht Verbot in Spanien entstanden Brennereien, die das traditionelle Rezept benutzten und die heute die Absinth Hersteller mit der besten Qualität auf dem Markt sind. In Frankreich dagegen widmeten sich die traditionellen Marken wie Ricard oder Pernod sehr schnell der Herstellung von Ersatz wie Pastis, Kräuterdestillate bis 60° aber ohne die Einbeziehung von Absinth.

Im Laufe der Zeit wurde das Verbot in fast ganz Europa aufgehoben sowie in einem großen Teil der USA.  Jetzt, wo bekannt war, dass die Nebenwirkungen mit hohem Alkoholgenuss verbunden sind  und mit bestimmten Verfälschungen, die während der Epoche durchgeführt wurden, um den Bedarf aufrechtzuerhalten.

Trotzdem und immer mit den entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen empfehlen wir Ihnen den Absinth zu probieren, wegen seinem Geschmack und um das Getränk aus erster Hand kennenzulernen, das so viele Genies der Künste inspiriert hat. Oscar Wilde sagte über den Absinth: ?Nach dem ersten Glas, sieht man die Dinge so, wie man sie gerne gesehen hätte. Nach dem Zweiten sieht man Dinge, die nicht da sind. Letztendlich endet man damit die Dinge so zu sehen, wie sie sind, und das ist das schlimmste, was passieren kann?.

Wenn Sie den Absinth probieren möchten, empfehlen wir Ihnen einige der Klassischen, die in einer glaubwürden Form das Originalrezept wiederspiegeln:

  • Absenta Collector Mari Mayans: Mari Mayans ist einer der Brennereien, die viel dafür tun, um das Bild des Absinths zu verbessern. Seine neue Hülle, in einer dreieckigen Form und das brillante grün seines Absinths unterstützten dies, sein Aroma und sein Geschmack nach Kräutern und Anis, sehr duftend. Ausgezeichnet.
  • Absinthe Hapsburg Gold Label 50cl: Der stärkste Absinth auf dem Mark. Mit fast 90° Alkohol, er hat eine sehr viel hellere Zyan Farbe und ein Aroma, das außer an Anis auch an gerösteten Honig erinnert. Stark.
  • Absenta la Fee Nv: Eine weitere klassische Marke mit einem Hauch Moderne. In diesem Absinth können Sie mehr fruchtigen Geschmack, nach grünem Apfel und Birne bemerken. Der Erfrischendste.

Der Absinth war fast schon seit seiner Erschaffung der Grund für Debatten und Auseinandersetzungen. Was halten Sie vom Absinth? Haben Sie ihn probiert? Glauben Sie, das sein Ruf als Inspiration für Künstler gerecht ist?