Deutschlands Weinbaugebiete: Mosel

 TAGS:undefinedDass die Deutschen gerne Bier trinken, ist allgemein bekannt. Allerdings konzentriert sich der Biergenuss hauptsächlich im südlichen Bayern. Der Rest Deutschlands greift eigentlich lieber zu einem Glas Wein. Zwar ist der Weinkonsum in den letzten Jahren stabil geblieben, allerdings geben die Deutschen heute im Vergleich zu den vergangenen Jahren mehr Geld für Wein aus. Und wenn man schon einmal investiert, sollte man zumindest über heimische Weinbauregionen Bescheid wissen. Daher stellen wir Ihnen in regelmäßigen Abständen eines der insgesamt 13 deutschen Weinanbaugebiete vor.

M wie Mosel

Die Mosel ist wohl eine der wärmsten Gebiete Deutschlands und bietet ganz besondere Bedingungen für den Weinbau. Dieser kam, wie es bei den meisten Weinregionen der Fall ist, mit den Römern. Cäsar eroberte im Zuge der gallischen Kriege Trier, Deutschlands erste Stadt. Somit war Trier kaiserliches Zentrum sowie Hauptstadt. Und als solche musste Trier genug Wein für seine keltischen und römischen Bewohner schaffen. An den steilsten Hängen Europas pflanzten die damaligen Bürger der Stadt Wein und legten somit den ersten Meilenstein für Moselweine.  

Die mittlerweile 2000 Jahre alte Weinkultur an der Mosel entwickelte sich seither stets weiter. Aber erst im 18. Jahrhundert ließ der letzte Trierer Kurfürst, Erzbischof Clemens Wenzeslaus, minderwertige Reben duch Qualitätssorten ersetzen. Und so hielt die Riesling-Beere Einzug, die heute den typischen Moselcharakter prägt. Der Wein wurde so beliebt, dass er in allen Königshäusern von Sankt Petersburg bis nach London getrunken wurde und sogar teurer als Burgundwein gehandelt wurde. 

Im 20. Jahrhundert wuchs die Nachfrage nach Mosel-Wein so stark, dass die Winzer auf flache Tallagen ausweichen mussten. Dabei dehnte sich das Gebiet von 7.500 auf 12.300 Hektar Rebfläche aus. Und heute besinnen sich die Weinbauern wirder auf ihre Wurzeln an den Steilhängen, den steilsten Weinlagen in Europa und ältestem Weinbaugebiet Deutschlands

Das Weinbaugebiet Mosel teilt sich darüberhinaus in sechs Unterregionen: Mittelmosel, Ruwer, Saar, Obermosel, Moseltor und Terrassenmosel.

Insgesamt umfassen die Weinlagen der Mosel heute 8.800 Hektar Rebfläche, die sich auf beiden Seiten der Mosel vom Saarland bis nach Koblenz sowie an den Nebenflüssen, Saar und Ruwer, verteilen. Davon gehören 61% der Riesling-Beere, der Königin der weißen Reben. Typische Sorten für die Mosel sind Müller-Thurgau (12,2%), Elbling (6%), Weißer Burgunder (3,6%), Blauer Spätburgunder (4,4%) und Dornfelder (3,6%). Weitere Rebsorten wie etwa Grauburgunder, Kerner und Chardonnay belegen 9,2% der Rebfläche.  

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Peter Lauer Reserve Saar Riesling Sekt 1991: Mehr als zwei Jahrzehnte Ausbau auf natürlicher Hefe machen aus diesem Peter Lauer Reserve Saar Riesling Sekt 1991 einen ganz besonderen und einzigartigen Schaumwein. 

 

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Von Othegraven ‚Max‘ Trocken 2012 – eine Hommage an den Gründer des Weingutes Maximilian von Othegraven. Ein Riesling trocken, der wohl in den letzten Jahren so viel Aufsehen erregt hat, wie kaum ein anderer. 

 

080110 wolf mosel“ von Friedrich Petersdorff – Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 2.0 de über Wikimedia Commons.

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