Argentinien gibt den Takt für den Malbec an

 TAGS:Die Malbec Weine sind die beste Präsentationskarte von Argentinien auf dem Wein Weltmarkt. Ein großer Teil des Erfolges dieses Landes liegt an dem Anbau dieser aromatisch und geschmackvollen Traube, die eine Lücke in dem Weinbergpanorama gefunden haben. In Argentinien wird sehr gut damit gearbeitet und das hat sie zu einer weltweiten Referenz gemacht.

Von 10 Flaschen eines argentinischen Weins, die auf der Welt entkorkt werden, sind 4 aus Malbec. Und während die Exporte des argentinischen Weins um 18% im letzten Jahr angestiegen sind, haben die Malbec Weine diese Ziffer fast verdoppelt: um 32%. Für 2011 erwartet man einen Rückgang des Wachstumsrhythmus und viele Hersteller werfen die Frage auf, ob sie diese Traube nicht über anbauen oder Traube und Land zu viel miteinander verbinden, zum Nachteil von anderen argentinischen Qualitätstrauben und Weinen. Sollte man Argentinien als das Land des Malbecs verkaufen oder auf jeden Fall beginnen, zu diversifizieren?

In Chile, Hauptkonkurrent in Südamerika, weiß man genau, dass obwohl Argentinien sie mit dem Anbau des Malbecs besiegt hat, der Konsum von Malbec zum Stillstand kommen wird. Wenn die Verbraucher erst einmal die Mode Malbec aufgeben, dann würden nur noch die Bodegas mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis hervorstechen, etwas bei dem die Chilenen sich als mehr wettbewerbsfähig betrachten.

Und was denken die wichtigsten argentinischen Bodegas über das Thema?

Alejandro Vigil, Weinkenner der Catena Zapata versichert, ?dass wir noch viel in der Materie Malbec durchlaufen müssen. Sowohl die Identifikation als auch die Verbindung der Terrains fängt gerade erst an und wir müssen noch viel lernen, entwickeln und diesbezüglich besprechen?.

Alberto Arizu, Sohn, Geschäftsführer der Luigi Bosca weingut und Präsident der Wines of Argentina, unterstreicht, dass? ohne Zweifel der Malbec auch weiterhin unser Aushängeschild sein wird, ein Ruf der sich zwischen den Kenner weltweit entwickelt hat. Es ist eine bekannte Varietät und so wird es auch weiterhin sein?, versichert er.

Trotzdem ist die Produktionsausweitung der Schlüssel für die Zukunft.

Vigil bedenkt dass ?wir vorausschauend sein müssen und auf die Weine Cabernet Sauvignon, den Chardonnay und den Pinot Noir bestehen müssen, das ist die klassische Vielfalt weltweit und mit denen können wir große Weine machen?, betonte er. In der letzten Übersicht von Parker erhielt Nicolás Catena Zapata, ein Cabernet Sauvignon, 98 Punkte und der Chardonnay, der für 30 Dollar verkauft wird, 92 Punkte. Das zeigt uns, dass wir in diesem Sinne weiterarbeiten müssen. Die anderen Vielfalten wie Bonarda und Torrontes sehe ich im Moment mehr mit bestimmten Zonen des Landes identifiziert?, ? fügt er hinzu.

Alberto Arizu stimmt mit diesem Aspekt überein: ?Argentinien ist einer der vielfältigsten Länder auf der Welt, wegen seiner Terrains, Höhen und verschiedenen Arten von Wein, die sie produzieren. Meiner Meinung nach wäre der Cabernet Sauvignon eine Varietät, die einen hohen Bekanntheitsgrad erreichen könnte, durch die hohe Qualität, die hier produziert wird, genauso wie die roten Blends, bei denen Argentinien ebenfalls täglich seine Bedeutung und Erneuerung zeigt?.

Trotzdem bedenkt er im Gegensatz zu Vigil, ?dass hinsichtlich der weißen Arten, die Welt heute angenehme, fruchtige oder blumige Weine sucht ohne zu viel Komplexität, eher im Einklang mit den neuen gastronomischen Tendenzen und hier hat unser Torrontés seinen sicheren Platz.

Ernesto Catena, CEO der Escorihuela Gascon und Präsident von Ernesto Catena Vineyards, versichert, dass die nächste Rebsorte, die der internationale Kritiker lieben wird, nicht wie einige versichern die Bonarda sein wird: ?Ich glaube, es dauert noch, bis sie akzeptiert wird. Ihr Moment ist noch nicht gekommen, es gibt wenig hergestellte Mengen in einer wirklich exquisiten Form, hauptsächlich, weil keine Nachfrage besteht.

Andererseits argumentiert er, dass ?er eher auf den Pinot Noir tippt, der viel mehr Anfragen auf der Welt hat und lässt dem Bonarda so noch 5 ? 10 Jahre?.

 

 

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