3 Alternativen zu Pestiziden

Wie alles, was mit –cide endet, verheißt nichts Gutes. Pestizide sind ein echtes Desaster für die Umwelt und die biologische Vielfalt. Viele Winzer zögern jedoch nicht, es zum Schutz ihrer Rebsorten zu nutzen. Und laut WHO sind Pestizide für 200.000 Todesfälle pro Jahr verantwortlich und laut EFSA in 45% der Lebensmittel, die wir essen, enthalten.

Aber es gibt auch viele Stimmen gegen diesen schädlichen und giftigen Gebrauch. Anlässlich der Internationalen Woche der Alternativen zu Pestiziden zeigen wir Ihnen, wie Reben umweltschonend gepflegt werden können. Wir präsentieren Ihnen 3 Alternativen zu Pestiziden.

1. Bienen

Immer mehr Winzer versuchen verantwortungsvoll mit ihren Weinbergen umzugehen. Château Brown in Pessac-Léognan ist ein Pionier auf diesem Gebiet. Dieses Weingut verfügt über 20 Bienenstöcke in der Nähe der Weinberge von Bordeaux, welche mit 65.000 Bienen besetzt sind. Während die Bienenstöcke zur Bestäubung von Weinreben genutzt werden, tragen die Bienen außerdem dazu bei, die Menge der in der Rebe eingesetzten Insektizide zu reduzieren, da sie wichtige Schädlinge auffressen.

2. Der Einsatz anderer Organismen

Warum chemische und toxische Pestizide verwenden, wenn man die Insekten selbst einsetzen kann? Tatsächlich sind viele von ihnen nützliche Raubtiere für die Schädlings- und Parasitenbekämpfung. Beispiele sind Bettwanzen, Marienkäfer, Chrysopen, Gottesanbeterinnen, parasitäre Wespen, etc. Sie werden sich freuen, die Schädlinge der Rebsorten verspeisen zu können.
Darüber hinaus kann die Verwendung bestimmter Pflanzen helfen, Rebschädlinge zu bekämpfen. So ziehen einige Pflanzen die oben genannten nützlichen Raubinsekten an. Es können auch Hecken zur Abwehr von Schädlingen verwendet werden.

Eine der effektivsten Methoden ist der Anbau von Begleitpflanzen und abstoßenden Pflanzen, die Schädlinge ablenken. Aromatische Pflanzen können so die Gerüche von Pflanzen, die normalerweise von Schädlingen heimgesucht werden, überdecken. Tatsächlich hat jede Kulturpflanze einen idealen „Begleiter“, um sie zu konservieren, wie z.B. den in Kombination mit Kaffee angebauten Chilipfeffer oder die indischen Nelken, die Tomaten vor Parasiten schützen.

3. Produkte tierischen oder pflanzlichen Ursprungs

Schließlich können Sie Wirkstoffe tierischen oder pflanzlichen Ursprungs verwenden. Sie sind zahlreich und völlig gesundheitlich unbedenklich. Es gibt viele Möglichkeiten. Pflanzliche Öle, Pyrethrine (Substanzen aus dalmatinischen Pyrethrumblüten oder aus bestimmten Chrysanthemen), Gülle, Teeaufgüsse… Die Vielfalt ist groß.

 

 

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Château Brown 2013

Château Brown stellt umweltbewusste Weine dar, die nicht die Umwelt verschmutzen.

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